2. HBL
Elbflorenz dreht vor der Pause auf: Deutlicher Heimsieg gegen mutige Eulen
Foto: HC Elbflorenz 2006
25 Minuten lang war in der BallsportArena alles offen, dann kippte die Partie: Der HC Elbflorenz 2006 gewann sein Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen mit 38:28 (18:13). Entscheidend war die Phase vor der Pause, in der die Gastgeber fünf Tore in Serie erzielten, und ein starker Marino Mallwitz im Dresdner Tor.
Der Schlüssel lag in der Effizienz. Die Gastgeber verwerteten 69 Prozent ihrer Würfe, die Gäste blieben bei 57 Prozent. Dazu kam die Torhüterleistung: Mallwitz kam auf 13 Paraden und hielt bei einer Fangquote von knapp 42 Prozent deutlich mehr Bälle als die beiden Keeper der Eulen zusammen. Wie sehr Abwehr und Tor dabei zusammenwirkten, beschrieb Mallwitz selbst: "Wenn man erwartbare Bälle bekommt und nicht diese aus dem Nichts, sodass du als Torwart ein gutes Stellungsspiel haben kannst, dann kannst du davon schon ordentlich Profit schöpfen."
Dazu kam die Breite im Dresdner Kader: Zwölf verschiedene Torschützen teilten sich die 38 Treffer, angeführt von Dominik Skopár mit sechs Toren von Rechtsaußen und Julius Dierberg, der ebenfalls sechsmal traf und seine drei Siebenmeter sicher verwandelte. Bei den Gästen war Kian Schwarzer der auffälligste Akteur: sieben Treffer, darunter vier vom Siebenmeterstrich. Bruno Eickhoff fügte sich bei seinem Pflichtspiel-Debüt nach langer Verletzungspause mit vier Toren am Kreis direkt ein.
Vom 13:13 zum entscheidenden Lauf
Beide Teams begannen nervös, Ludwigshafen setzte in der Abwehr auf viel Körperlichkeit und ging durch Alexander Falk in Führung. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit blieb es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Gäste mehrfach vorlegten und Dresden jeweils antwortete. Überschattet wurde diese Phase von der Verletzung von Friedrich Schmitt, der nach einem normalen Zweikampf unglücklich umknickte und das Spielfeld nicht mehr betreten konnte.
Nach dem 13:13 in der 26. Minute folgte die Phase, die die Partie prägte. Elbflorenz traf fünfmal in Folge, nutzte dabei auch Ballgewinne für schnelle Abschlüsse und ging mit 18:13 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel hielten beide Torhüter zunächst stark, doch die Gastgeber blieben im Angriff geduldiger und zogen bis zur 36. Minute auf 23:14 davon. Michael Haas reagierte mit Auszeiten und Umstellungen, versuchte es mit dem Sieben-gegen-Sechs und später mit einer 5:1-Deckung, doch der Rückstand blieb.
Bruno Eickhoff benannte nach dem Spiel die Probleme: "Wir spielen in den ersten 25 Minuten ein gutes Spiel und zeigen, was wir können. Dann verlieren wir ein bisschen den Faden, machen zu einfache technische Fehler und geben Dresden die Chance, das zu machen, was sie gut können: das Tempospiel." Sieben Ballverluste mehr als der Gegner fielen am Ende ins Gewicht.
In der Schlussphase, als Dresden bei 35:20 weit vorne lag und viel wechselte, kamen die Gäste noch zu einigen Treffern und gestalteten die letzten Minuten ausgeglichen. Mallwitz fand trotz des deutlichen Sieges Verbesserungspotenzial: "Erstmal bin ich froh, dass wir zwei Punkte haben. Und ich bin froh, dass wir relativ deutlich gewonnen haben, auch wenn man als Mannschaft ehrlich sein muss: Hinsichtlich der Tordifferenz wäre noch ein bisschen mehr möglich gewesen."
Weiter geht es für Elbflorenz am Freitag, 23. Oktober, beim TuS Ferndorf, einer Aufgabe, die Mallwitz mit Respekt einordnete: "Auswärts in Ferndorf ist immer speziell. Da ist immer eine ganz besondere Stimmung in der Halle, die kann einen beeinflussen, auch wenn man es nicht will." Die Eulen Ludwigshafen setzen ihre Auswärtsserie am Samstag, 24. Oktober, beim VfL Lübeck-Schwartau fort.
Die Statistiken zum Spiel
HC Elbflorenz 2006 - Eulen Ludwigshafen 38:28 (18:13)
HC Elbflorenz 2006: Mallwitz (13 Paraden), Cantegrel (1 Paraden); Dierberg 6/3, Skopár 6, Löser 5, Norberg 4, Stavast 3, Gress 3, Preußner 3, Meyer-Siebert 2, Seidler 2, Thümmler 2, Bláha 1, Fuhrmann 1, Bensch, Aktas
Eulen Ludwigshafen: Boieck (5 Paraden), Wenning (4 Paraden); Schwarzer 7/4, Falk 4, Eickhoff 4, Leun 3, Menges 2, Straub 2, Bösing 2, Bülow 1, Kleinsteuber 1, Ilic 1, Schmitt 1, Eisel, Waldvogel, Daniel
Topspieler: Marino Mallwitz (HPI 89) / Kian Schwarzer (HPI 90)
Zeitstrafen: 1 / 0
HC Elbflorenz 2006: Mallwitz (13 Paraden), Cantegrel (1 Paraden); Dierberg 6/3, Skopár 6, Löser 5, Norberg 4, Stavast 3, Gress 3, Preußner 3, Meyer-Siebert 2, Seidler 2, Thümmler 2, Bláha 1, Fuhrmann 1, Bensch, Aktas
Eulen Ludwigshafen: Boieck (5 Paraden), Wenning (4 Paraden); Schwarzer 7/4, Falk 4, Eickhoff 4, Leun 3, Menges 2, Straub 2, Bösing 2, Bülow 1, Kleinsteuber 1, Ilic 1, Schmitt 1, Eisel, Waldvogel, Daniel
Topspieler: Marino Mallwitz (HPI 89) / Kian Schwarzer (HPI 90)
Zeitstrafen: 1 / 0
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