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2. HBL

Elf Tore von Mika Schüler: Dessau beendet die Serie des starken VfL Lübeck-Schwartau

Sonntag, 11. Oktober 2026

Dessau-Rosslauer HV 06 vs. VfL Lubeck Schwartau - Game Highlights

Foto: Gunkel

Vier Niederlagen in Serie, ein stark dezimierter Kader und ein Gegner mit nur einer Niederlage in dieser Saison: Der Dessau-Roßlauer HV 06 kehrte die Vorzeichen am siebten Spieltag und gewann gegen den VfL Lübeck-Schwartau mit 37:33. Mika Schüler traf elfmal, in der entscheidenden Phase setzte sich die Heimmannschaft deutlich ab.

Den Unterschied machte die Effizienz im Abschluss. Dessau verwertete 74 Prozent seiner Würfe, war im Tempospiel konsequent und kam zu einfachen Toren, auch zweimal ins leere Tor. Die Gäste blieben in diesem Bereich knapp dahinter und leisteten sich zugleich mehr technische Fehler und Ballverluste, was den Gastgebern genau die Gegenstöße ermöglichte, die sie für ihr Spiel brauchten.

Getragen wurde der Erfolg von Schüler, der bei zwölf Würfen auf das Tor elf Treffer erzielte und dazu drei Vorlagen gab, sowie von Philip Ambrosius, der neun Bälle parierte und einen Siebenmeter entschärfte. Alen Hadzimuhamedovic steuerte vom Strich vier Treffer bei fünf Versuchen bei. Auf Gästeseite war Magnus Holpert mit neun Toren der auffälligste Angreifer, Leonard Zink traf fünfmal und legte vier Treffer auf. Beim VfL fehlte allerdings die gleiche Sicherheit vom Siebenmeterstrich, wo drei von fünf Versuchen im Tor landeten.

Für Dessau ist es der zweite Saisonsieg und das Ende einer Serie von vier Niederlagen, erreicht mit einem Kader, in dem zuletzt mehrere Ausfälle zu kompensieren waren und in dem auch Nachwuchsspieler zum Aufgebot zählten. Lübeck-Schwartau musste dagegen erst die zweite Niederlage in dieser Spielzeit hinnehmen.

50 ausgeglichene Minuten und ein Lauf, der alles entschied

Die Gäste fanden schneller ins Spiel. Über das erste Tempo und Einar Nickelsen zogen sie auf 1:3 und 5:7 weg, ehe Dessau über die eigene Abwehr und Gegenstöße zum 8:8 ausglich und durch Simon Sirot erstmals mit 10:9 führte. Lübeck antwortete umgehend, baute die Führung auf 11:13 aus und zwang Vanja Radic zur Auszeit. Zur Pause stand es 16:17, ein Treffer der Gäste in der Schlusssekunde zählte nicht mehr.

Der zweite Durchgang begann mit einer Schlüsselaktion: Ambrosius parierte den Siebenmeter von Paul Holzhacker, Marcel Nowak glich kurz darauf aus. Bis zum 21:21 blieb die Partie völlig offen, dann traf Dessau dreimal in Folge zum 24:21 und zwang Lübeck in die Auszeit. Schüler übernahm in dieser Phase die Verantwortung im Rückraum, Yannick Pust nutzte die Räume auf der rechten Seite.

Lübeck blieb dran, kam bis auf 25:23 heran und nach dem 30:25 noch einmal auf drei Tore. Doch in der Schlussphase lief alles für die Gastgeber: Mit vier Treffern in Serie, darunter zwei verwandelten Siebenmetern von Hadzimuhamedovic und einem Tor von Nowak nach eigenem Ballgewinn, zog Dessau auf 34:27 davon. Dass die Heimmannschaft kurz zuvor eine Disqualifikation gegen Leon Ciudad Benitez verkraften musste, änderte daran nichts. Lübeck verkürzte in den Schlussminuten durch Zink, Rasmus Willette Houmøller und Sören Hartwich noch auf 37:33.

Im Gästelager fiel die Einordnung nach dem Spiel klar aus: Wir werfen vorne ein paar zu viele Bälle weg, haben dann hinten nicht mehr so richtig den Zugriff, und dann geht es hier schnell. Dann wird die Halle laut und dann ist das Spiel weg. Die Rolle des Publikums wurde dabei ausdrücklich betont: Als wir dann das erste Mal zurücklagen, wurde sie richtig laut, und dann hilft einem das als Heimmannschaft natürlich.

Weiter geht es für beide Teams schon in der kommenden Woche: Lübeck-Schwartau empfängt am Freitag, 16. Oktober, den 1. VfL Potsdam, Dessau gastiert am Samstag, 17. Oktober, beim TV Großwallstadt.

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Die Statistiken zum Spiel

Dessau-Roßlauer HV 06 - VfL Lübeck-Schwartau 37:33 (16:17)

Dessau-Roßlauer HV 06: Ambrosius (9 Paraden), Patzwaldt; Schüler 11, Hadzimuhamedovic 6/4, Nowak 5, Pust 4, Löpp 3, Neagu 2, Sirot 2, Misovych 2, Döbbel, Benitez, Bruno

VfL Lübeck-Schwartau: Ferjan (7 Paraden), Thorstensen (2 Paraden); Holpert 9, Holzhacker 6/3, Zink 5, Nickelsen 3, Speckmann 2, Heinemann 1, Hartwich 1, Houmøller 1, Schramm 1, Hagedorn 1, Ermann 1, Hartwig 1, Refsgaard, Emdorf

Topspieler: Mika Schüler (HPI 100) / Leonard Zink (HPI 89)
Zuschauer: 1437 (Anhalt-Arena)
Zeitstrafen: 5 / 5

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