2. HBL
Ferjan überragt bei der Rückkehr: VfL Lübeck-Schwartau siegt spät in Emsdetten
TV Emsdetten vs. VfL Lubeck Schwartau - Game Highlights
Foto: Heidelberg
Lange war es ein Spiel auf Augenhöhe, dann setzte sich der VfL Lübeck-Schwartau in der Schlussphase ab und gewann beim TV Emsdetten mit 33:29. Getragen von einem starken Rückhalt im Tor und einem treffsicheren Paul Holzhacker feierten die Gäste ihren vierten Saisonsieg, während den Gastgebern nach kräftezehrender Woche am Ende die Konstanz fehlte.
Der Schlüssel zu diesem Auswärtserfolg lag in den letzten zehn Minuten und in der Torhüterleistung. Über weite Strecken trennten beide Teams nur ein oder zwei Treffer, doch der VfL hielt in der entscheidenden Phase die Fehlerquote niedriger und nutzte seine Chancen effizienter. Mit einer Wurfquote von rund 70 Prozent im Feld arbeiteten die Gäste sauberer als der Gastgeber, der bei 60 Prozent lag und sich zu viele technische Fehler leistete.
Herausragend war Mark Ferjan, der ausgerechnet an seiner früheren Wirkungsstätte zwölf Paraden sammelte und seiner Mannschaft immer wieder den nötigen Rückhalt gab. Der Torhüter, der von 2017 bis 2019 selbst in Emsdetten spielte, steigerte sich über die gesamte Spielzeit und war der Fels in der Defensive. Vor ihm avancierte Holzhacker mit elf Toren, darunter vier verwandelte Siebenmeter, zum treffsichersten Werfer der Partie. Ergänzt wurde er von Lukas Kingsley Emdorf, der sechs Treffer beisteuerte und in der Schlussphase wichtige Tore erzielte.
Auf Seiten des TV Emsdetten hielt Yannick Terhaer mit sieben Toren dagegen, während im Tor Paul Dreyer mit sieben Paraden lange gut aufgelegt war. Doch der Gastgeber musste ohne den verletzten Sergej sowie zeitweise ohne seinen Abwehrchef auskommen. Marcel Timm, mit einem Handball Performance Index (HPI) von 89 einer der Aktivposten, sah in der Schlussphase die Rote Karte, was den Innenblock der Emsdettener empfindlich schwächte.
Für den VfL Lübeck-Schwartau hat der Erfolg Tabellengewicht: Mit nun 8:2 Punkten schoben sich die Gäste auf Rang vier, während der TV Emsdetten trotz einer über weite Strecken couragierten Leistung auf Platz neun verharrt. Bjarne Budelmann fasste die Schlussphase aus Sicht der Gastgeber nüchtern zusammen: "Ich glaube einfach, dass wir insgesamt zu viele Fehler und zu viele Bälle verworfen haben. Gerade so ab der 40. Minute. Dazu kam dann auch die Rote Karte von unserem Abwehrchef Marcel Timm."
Ein enges Duell kippt in der Schlussphase
Beide Mannschaften kamen aus einer englischen Woche mit Pokaleinsätzen und taten sich zu Beginn schwer, ins Tempo zu finden. Der Auftakt war von technischen Fehlern und starken Torhütern auf beiden Seiten geprägt. Emsdetten ging beim Stand von 5:4 erstmals in Führung, doch keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Bis zur Pause blieb es beim Schlagabtausch, den die Gäste mit einem Treffer in der Schlusssekunde zu ihren Gunsten drehten: 14:13 zur Halbzeit.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen. Beim 21:21 hatte der TV Emsdetten mehrfach die Gelegenheit, in Führung zu gehen, teils sogar in Überzahl, ließ diese Chancen aber liegen. Genau in dieser Phase machte Ferjan im Tor der Gäste den Unterschied und hielt seine Mannschaft im Spiel.
Zum Wendepunkt wurde die Szene um die 50. Minute: Beim Stand von 22:24 sah Timm nach einer Aktion im Wurf die Rote Karte. Mit dem geschwächten Innenblock verlor Emsdetten den Zugriff, während Lübeck-Schwartau kühl und effizient blieb. Emdorf und Holzhacker trafen wiederholt, sodass der VfL erstmals mit mehreren Toren davonzog. Beim 25:30 war die Vorentscheidung gefallen, in der Schlussphase brachten die Gäste den Vorsprung souverän über die Zeit.
Am Ende stand ein 33:29 aus Sicht der Gäste. Mit dem Sieg kletterte der VfL Lübeck-Schwartau von Rang fünf auf Rang vier und steht bei 8:2 Punkten. Der TV Emsdetten bleibt trotz der Niederlage auf Platz neun, weist nun aber eine Bilanz von 4:6 Punkten auf. Für beide Teams geht es bereits am kommenden Spieltag weiter: Emsdetten gastiert am Samstag, den 3. Oktober, beim TV Großwallstadt, Lübeck-Schwartau empfängt am Sonntag, den 4. Oktober, den ASV Hamm-Westfalen.
Die Statistiken zum Spiel
TV Emsdetten - VfL Lübeck-Schwartau 29:33 (13:14)
TV Emsdetten: Dreyer (7 Paraden), Krechel (2 Paraden); Terhaer 7/3, Heitkamp 5, Träger 4/1, Timm 3, Jansen 3, Budelmann 3, Damböck 2, Tobeler 1, Hasenkamp 1, Meuser, Dörtelmann, Kluwe, Beekmann
VfL Lübeck-Schwartau: Ferjan (12 Paraden), Thorstensen (1 Paraden); Holzhacker 11/4, Emdorf 6, Nickelsen 4, Hagedorn 4, Hartwig 3, Houmøller 2, Heinemann 1, Refsgaard 1, Schramm 1, Hartwich, Botta, Zink, Speckmann, Ermann
Topspieler: Marcel Timm (HPI 89) / Paul Holzhacker (HPI 90)
Zeitstrafen: 2 / 5
TV Emsdetten: Dreyer (7 Paraden), Krechel (2 Paraden); Terhaer 7/3, Heitkamp 5, Träger 4/1, Timm 3, Jansen 3, Budelmann 3, Damböck 2, Tobeler 1, Hasenkamp 1, Meuser, Dörtelmann, Kluwe, Beekmann
VfL Lübeck-Schwartau: Ferjan (12 Paraden), Thorstensen (1 Paraden); Holzhacker 11/4, Emdorf 6, Nickelsen 4, Hagedorn 4, Hartwig 3, Houmøller 2, Heinemann 1, Refsgaard 1, Schramm 1, Hartwich, Botta, Zink, Speckmann, Ermann
Topspieler: Marcel Timm (HPI 89) / Paul Holzhacker (HPI 90)
Zeitstrafen: 2 / 5
Alle Partien der Opel HBL und 2. HBL werden live von Dyn übertragen.
Dieser Artikel wurde mit Hilfe automatischer Texterstellung generiert. Haben Sie Fehler entdeckt oder möchten uns Feedback geben? Dann schreiben Sie uns gerne!










