2. HBL
Früher Vorsprung und ein starker Fredrik Genz: Lübbecke behält gegen Hüttenberg die Kontrolle
TUS N-Lubbecke vs. TV 05/07 Hüttenberg - Game Highlights
Foto: TuS N-Lübbecke
Der TuS N-Lübbecke hat am 8. Spieltag der 2. HBL 30:26 (18:14) gegen den TV Hüttenberg gewonnen. Die Gastgeber legten in den ersten zehn Minuten die Grundlage, verteidigten ihren Vorsprung über die gesamte Spielzeit und profitierten von einem sicheren Rückhalt im Tor. Die Gäste blieben bis zum Schluss in Schlagdistanz, kamen aber nie ganz heran.
Entscheidend war die Verbindung aus aufmerksamer Abwehrarbeit und einfachen Toren: Lübbecke erzielte fünf Treffer über den Gegenstoß und ließ dabei keine Chance liegen. Dazu kamen nur fünf Ballverluste im gesamten Spiel, ein Wert, der dem Angriff der Gastgeber zuvor nicht in dieser Konstanz gelungen war. Im Tor hielt Fredrik Genz zehn Bälle und entschärfte mehrere freie Abschlüsse in Phasen, in denen Hüttenberg das Spiel kippen konnte. Vorne verteilte sich die Last auf viele Schultern, angeführt von Thies Bergemann mit sechs Treffern, davon drei vom Siebenmeterstrich.
Hüttenberg hielt die Partie vor allem über zwei Elemente offen. David Kuntscher verwandelte alle sieben Siebenmeter und war mit sieben Toren bester Werfer des Spiels, Danil Dyatlov traf sechsmal aus dem Rückraum. Hinzu kam eine solide Torhüterleistung mit insgesamt 15 Paraden von Simon Böhne und Yahav Shamir. Im Spiel aus der Position fehlte dem Angriff der Gäste jedoch die letzte Effizienz: Genau die Hälfte ihrer Feldwürfe fand den Weg ins Tor. Elf Siebenmeter wurden in dieser Partie insgesamt verwandelt, keiner davon ging daneben.
Für Lübbecke ist es der dritte Saisonsieg, Hüttenberg wartet in der Fremde weiter auf die ersten beiden Punkte.
Zehn Minuten, die das Spiel prägten
Nach ausgeglichenem Beginn (2:2) zog Lübbecke zum ersten Mal davon. Henri Pabst nutzte die Lücken in der zunächst offensiv ausgerichteten 3:2:1-Deckung der Gäste, die Abwehr gewann mehrfach den Ball, und über den Gegenstoß erhöhten Bergemann und Alexander Schulze auf 7:3. Nach einem verwandelten Siebenmeter von Schulze stand es 9:4, kurz darauf 12:6. Selbst eine Unterzahlphase überstanden die Gastgeber ohne Schaden, Bergemann traf in dieser Zeit sogar selbst.
Hüttenberg arbeitete sich anschließend zurück ins Spiel. Kuntscher blieb vom Strich fehlerlos, David Sehnke und Phil Spandau trafen aus dem Positionsangriff, und bis zum 14:11 hatte sich der Rückstand auf drei Tore verkürzt. Lübbecke antwortete mit einer Auszeit, einem Ballgewinn von Bergemann und Treffern von Niko Blaauw, sodass es mit 18:14 in die Pause ging.
Die entscheidende Phase folgte nach dem Seitenwechsel. Hüttenberg stellte die Abwehr defensiver ein, nahm Lübbecke damit die klaren Wege zum Tor und kam durch Paul Ohl und Dyatlov auf 19:17 heran. Mit mehreren Zeitstrafen gegen die Gastgeber hatten die Gäste bei 21:18 die Gelegenheit, das Spiel vollständig auszugleichen, doch Genz parierte zweimal gegen freie Abschlüsse, Blaauw gewann den Ball, und Niklas Gautzsch stellte auf 23:18. Die Auszeit des Gästetrainers brachte Hüttenberg noch einmal auf 23:21, doch jedes Mal, wenn die Partie zu kippen drohte, legte Lübbecke nach: Bergemann per Siebenmeter, Max Santos nach einem Ballgewinn von Schulze, später Blaauw zum 27:23.
Beim 28:23 versuchten die Gäste es mit dem siebten Feldspieler, verloren dabei aber zwei Angriffe. Yannick Dräger erhöhte auf 30:24, ehe Dyatlov das Ergebnis auf 30:26 korrigierte. In der Schlussphase durfte sich auch Filip Dominikovic bei seinem ersten Einsatz in der 2. HBL versuchen, Shamir hielt dreimal dagegen.
Genz fasste den Grund für den Erfolg nach dem Spiel schlicht zusammen: "Weil wir immer weitergemacht haben, auch in Phasen, in denen es vorne oder hinten nicht ganz so lief. Das ist das, was wir vor dem Spiel gesagt haben, dass wir einfach unseren Stiefel weiterspielen." Kuntscher sah seine Mannschaft nicht weit entfernt: "Wir waren immer auf Augenhöhe. Es waren Kleinigkeiten, die uns aus dem Spiel gebracht haben, auch heute wieder." Vor allem die einfachen Gegentore nach eigenen Fehlern benannte er als Problem: "Ich glaube, Nettelstedt hat vier oder fünf Gegenstöße, die sie souverän bestrafen."
Weiter geht es für beide Teams schon am kommenden Wochenende: Hüttenberg empfängt am Samstag, 24. Oktober, den TuSEM Essen, Lübbecke gastiert einen Tag später beim ASV Hamm-Westfalen.
Die Statistiken zum Spiel
TuS N-Lübbecke - TV 05/07 Hüttenberg 30:26 (18:14)
TuS N-Lübbecke: Genz (10 Paraden), Grabenstein; Bergemann 6/3, Blaauw 4, Gautzsch 4, Pabst 4, Dräger 4, Schulze 4/1, Santos 2, Hörr 2, Blazicko, Dederding, Westerbeck, Lundahl, Dominikovic, Eisele
TV 05/07 Hüttenberg: Böhne (8 Paraden), Shamir (7 Paraden); Kuntscher 7/7, Dyatlov 6, Ohl 4, Anselm 4, Weimer 2, Sehnke 2, Spandau 1, Rüdiger, Reichl, Schwarz, Haack, Gümbel, Schreiber
Topspieler: Thies Bergemann / David Kuntscher
Zuschauer: 1420 (MERKUR Arena)
Zeitstrafen: 7 / 3
TuS N-Lübbecke: Genz (10 Paraden), Grabenstein; Bergemann 6/3, Blaauw 4, Gautzsch 4, Pabst 4, Dräger 4, Schulze 4/1, Santos 2, Hörr 2, Blazicko, Dederding, Westerbeck, Lundahl, Dominikovic, Eisele
TV 05/07 Hüttenberg: Böhne (8 Paraden), Shamir (7 Paraden); Kuntscher 7/7, Dyatlov 6, Ohl 4, Anselm 4, Weimer 2, Sehnke 2, Spandau 1, Rüdiger, Reichl, Schwarz, Haack, Gümbel, Schreiber
Topspieler: Thies Bergemann / David Kuntscher
Zuschauer: 1420 (MERKUR Arena)
Zeitstrafen: 7 / 3
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