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Intensiver Schlagabtausch: ThSV Eisenach trotzt Gummersbach ein Remis ab

Freitag, 16. Oktober 2026

Foto: Heilwagen

Der ThSV Eisenach hat sich mit einem 28:28 vor heimischer Kulisse gegen den VfL Gummersbach einen wertvollen Zähler gesichert. Die beiden Teams lieferten sich ein packendes Duell, das selbst nach Spielende spannend blieb. Miro Schluroffs direkter Freiwurf nach Ablauf der regulären Spielzeit fand den Weg zwar ins Tor, doch wurde aufgrund der falschen Ausführung aberkannt, sodass es bei einer Punkteteilung blieb.

Es war ein Abend, der von Abwehrarbeit und Körperlichkeit bestimmt wurde. Eisenach verteidigte hoch und griff die Rückraumschützen der Gäste früh an, nahm Schluroff konsequent aus dem Spiel und erarbeitete sich im Angriff die kürzeren Wege zum Tor: Sieben Durchbrüche und acht Treffer vom Kreis standen am Ende in der Statistik, dazu eine Feldwurfquote von 67,5 Prozent. Gummersbach blieb aus dem Feld bei knapp 59 Prozent. Dass die Thüringer vom Siebenmeterstrich nur einen von drei Versuchen verwandelten, während die Gäste vier ihrer fünf Strafwürfe nutzten, macht den Punktgewinn der Gastgeber umso bemerkenswerter.
Prägend waren auf beiden Seiten je zwei Spieler. Peter Walz traf sechsmal, ohne einen Fehlwurf, und war im Positionsangriff der Gastgeber der verlässliche Bezugspunkt. Hinter ihm kam Mats Grupe nach seinem Wechsel ins Tor auf sieben Paraden und erzielte zudem selbst einen Treffer ins leere Tor. Bei Gummersbach übernahm Alex Dujshebaev mit acht Toren die Verantwortung in den entscheidenden Momenten, Bertram Obling hielt mit acht Paraden sein Team in Führung, wann immer es eng wurde.
Für Eisenach ist der Zähler mehr als ein Trostpunkt: Erst eines von vier Heimspielen hatte der ThSV in dieser Saison gewonnen, Gummersbach hatte seine Gastspiele in der Werner-Assmann Halle bis auf eine Ausnahme vor einem Jahr stets für sich entschieden. Tillman Leu beschrieb, was solche Ergebnisse für die Mannschaft bedeuten: "Nach einem nicht so gelungenen Start in die Saison haben wir uns wieder ein paar wichtige Punkte geholt, die uns ein bisschen Luft verschaffen."

Spannung bis zum Ende

Gummersbach startete abgezockt. Die Gäste nutzten das Tempo, spielten ihre Angriffe geduldig aus und zogen nach einer Auszeit von Eisenach beim Stand von 2:5 bis auf 6:10 davon. Gian Attenhofer erklärte die Anfangsphase in der Pause nüchtern: "Sie haben gleich zu Beginn mit viel Tempo agiert, wir haben uns da wirklich schwer getan, in unsere Abwehr zurückzukommen, und dann haben sie es vorne gut und mit Geduld gespielt."
Dann stellten die Gastgeber ihre technischen Fehler ab, die Halle kam in Schwung, und Gummersbach blieb vor der Pause fast fünf Minuten ohne Treffer aus dem Feld. Elias Scholtes glich zum 14:14 aus, Schluroff antwortete sofort, und weil Obling den letzten Wurf des Abschnitts parierte, ging es mit 14:15 in die Kabinen.
Die zweite Hälfte war ein Spiel auf Augenhöhe mit einem bemerkenswerten Moment: Nach dem Ausgleich durch Vukasin Antonijevic traf Torhüter Grupe ins leere Tor und brachte Eisenach beim 17:16 erstmals seit dem 1:0 in Führung. Gummersbach fand zurück in die Abgezocktheit der Anfangsminuten, Dujshebaev stellte mit zwei Treffern in Serie auf 24:26, doch Eisenach kam über die Abwehr und die Kulisse immer wieder heran. Leu beschrieb die Strategie der Gastgeber: "Es war sehr intensiv. Wir haben versucht, Miro Schluroff rauszunehmen, dass der gar nicht so nah ans Tor kommt. Das hat gut geklappt."
Die Schlussphase wurde zur Nervenprobe. Dujshebaev brachte die Gäste in der 57. Spielminute mit 26:28 in Front. Doch die Antwort der Hausherren folgte: Felix Aellen verkürzte und Seitz glich zehn Sekunden vor dem Ende zum 28:28 aus. Gummersbach bekam anschließend nur noch über den direkten Freiwurf die Chance auf den Sieg. Miro Schluroff netzte tatsächlich aus unmöglicher Position sehenswert ein - allerdings unterlief dem Nationalspieler bei der Ausführung ein Fehler, der zu einer Aberkennung des Tores und der damit verbundenen Punkteteilung führte.
Schluroff ordnete das Ergebnis anschließend sachlich ein: "In der Schlussphase haben wir die Abwehr nicht mehr in den Griff bekommen, haben im passiven Spiel immer wieder ein Tor bekommen. Das war am Ende ausschlaggebend."
Weiter geht es für beide Teams in der kommenden Woche: Eisenach gastiert am Freitag, 23. Oktober, bei FRISCH AUF! Göppingen, Gummersbach empfängt am Sonntag, 25. Oktober, die SG Flensburg-Handewitt.

Die Statistiken zum Spiel

ThSV Eisenach - VfL Gummersbach 28:28 (14:15)

ThSV Eisenach: Grupe (7 Paraden), Spikic (2 Paraden); Walz 6, Antonijevic 5, Leu 3, Scholtes 3, Aellen 2/1, Solak 2, Attenhofer 2, Montebovi 2, Seitz 1, Joelsson 1, Ende, Kurch, Schneibel, Móré

VfL Gummersbach: Obling (8 Paraden), Biosca (2 Paraden); Dujshebaev 8, Roganovic 7/3, Schluroff 5, Kodrin 2, Horzen 2, Zeman 1, Vujovic 1/1, Häseler 1, Vidarsson 1, Einarsson, Blohme, Hallbäck, Sindrason

Topspieler: Peter Walz / Alex Dujshebaev
Zuschauerzahl: 2762 (Werner-Assmann Halle)
Zeitstrafen: 4 / 7
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