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Christian O’Sullivan vor der Partie gegen den SC Magdeburg: "Besonderes Treffen mit alten Freunden"

Donnerstag, 29. Oktober 2026

Foto: foto-laechler.de

Zehn Jahre lang war Christian O’Sullivan eine prägende Figur beim SC Magdeburg, führte den Klub als Kapitän zu nationalen und internationalen Titeln und wurde zu einem der Gesichter einer erfolgreichen Ära. Im Sommer wechselte der Norweger zum TBV Lemgo Lippe und steht jetzt vor einem besonderen Wiedersehen: Am Samstag (20:00 Uhr, live bei Dyn) trifft er auf seinen Ex-Klub. 

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„Ich freue mich natürlich total, die Jungs wiederzusehen, ich habe immer noch sehr enge Freundschaften zu meinen früheren Mitspielern. Aber natürlich hoffe ich auch, dass wir ein gutes Spiel abliefern und sie vor Aufgaben stellen können.“ 
Nach fünf Siegen in Folge ist der TBV Lemgo Lippe die Überraschungsmannschaft der Opel Handball-Bundesliga, steht mit 14:6 Punkten auf Rang vier, nur zwei Plätze hinter dem Meister aus Magdeburg, der ebenfalls die letzten fünf Ligaspiele siegreich bestritt. „Magdeburg ist definitiv einer der Favoriten auf den Titel, neben Flensburg und Kiel haben sie bislang den besten Handball und am stabilsten gespielt“, sagt O’Sullivan. 
Der 35-Jährige ist mit dem Tabellenstand des TBV absolut zufrieden, sieht aber „noch Luft nach oben“, was die Leistungen betrifft: „Wir haben noch kein Spiel über 60 Minuten auf höchstem Niveau gespielt, wir hatten immer Phasen, wo es nicht lief. Aber wir kamen immer wieder zurück und haben, wie zuletzt in Hannover, die Eigenschaft gezeigt, dass wir die Partien am Schluss zu unseren Gunsten entscheiden konnten. Der vierte Platz sieht sehr gut aus, aber wir wollen uns spielerisch noch steigern.“ 
Und dies, obwohl Lemgo Lippe seit dem fünften Spiel auf Tim Suton (Kreuzbandriss) verzichten muss: „Tim war in den letzten Jahren der wichtigste Spieler beim TBV. Natürlich fehlt er uns, das hat sich am Anfang deutlich gezeigt. Aber mittlerweile haben andere die Verantwortung übernommen und leisten ihren Beitrag zum Erfolg“, sagt O’Sullivan. Seine eigene Rolle beim TBV sieht der Routinier differenziert: „Wir haben viele junge Spieler in der Mannschaft, die ich gerne unterstütze, zum Beispiel, was Abwehr und Tempospiel betrifft. Ich hoffe, dass ich generell der Mannschaft helfen kann.“ 
 
Foto: Schulze
Christian O’Sullivans wird bei der Verabschiedung in die Hall of Fame des SC Magdeburg aufgenommen.
 
 Seine Leistungen beim TBV überzeugten auch Norwegens neuen Nationaltrainer Magnus Andersson, der den 35-Jährigen für die EM-Qualifikationsspiele kommende Woche gegen Georgien und die Türkei wieder in den Kreis der Nationalmannschaft berief. Andersson begründete die Nominierung unter anderem mit der größeren Spielzeit und der überzeugenden Rolle, die O’Sullivan in Lemgo übernommen habe. 
2016 war O’Sullivan vom schwedischen Klub IFK Kristianstad nach Magdeburg gewechselt und entwickelte sich zum unverzichtbaren Bestandteil der Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert, vor allem in der Defensive. Der Norweger wurde zur Führungspersönlichkeit und zum Kapitän. Zweimal gewann O’Sullivan mit dem SCM die Champions League, 2022, 2024 und 2026 wurde er Deutscher Meister. Hinzu kamen der DHB-Pokalsieg 2024, der Titel in der European League 2021 und drei Erfolge bei Vereinsweltmeisterschaften. Dass der SC Magdeburg ihn nach seinem letzten Heimspiel im Juni 2026 in die vereinseigene Hall of Fame aufnahm, unterstreicht seinen Stellenwert.  
„Die Zeit in Magdeburg war für mich etwas ganz Besonderes. Ich habe hier nicht nur sportlich alles erreicht, sondern auch viele Freunde gewonnen“, sagte O’Sullivan bei seinem Abschied. Und er fügte hinzu: „Den SCM werde ich aber immer in meinem Herzen tragen.“ Nach einer langen und erfolgreichen Zeit suchte O’Sullivan noch einmal eine neue Herausforderung, unterschrieb in Lemgo einen Vertrag bis 2028. Natürlich wird er TBV-Trainer Florian Kehrmann vor dem Duell mit seinem Ex-Klub in der Vorbereitung unterstützen: „Flo kennt Magdeburg natürlich auch sehr gut, aber ich kenne das System, mit dem sie spielen. Wir wissen alle, wie sie spielen, jeder weiß, was kommt, aber du kannst sie nicht stoppen. Sie spielen ihr Konzept einfach mit Überzeugung.“ 
Beim letzten Duell von TBV und SCM jubelten allerdings die Lipperländer, denn im Spiel um Platz 3 beim diesjährigen Lidl Final4 um den DHB-Pokal in Köln gewann der TBV 35:31. In der Liga wartet Lemgo allerdings seit dem 27.06.2021 (32:27-Heimsieg) auf ein Erfolgserlebnis gegen Magdeburg. Am Samstag könnte Christian O’Sullivan also Teil eines wichtigen Moments werden. 
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