HBL
Eisenach feiert ersten Auswärtssieg bei den Rhein-Neckar Löwen
Rhein-Neckar LÖwen vs. ThSV Eisenach - Game Highlights
Foto: Krause
Der ThSV Eisenach hat bei den Rhein-Neckar Löwen mit 33:29 gewonnen und damit eine Serie von drei Niederlagen beendet. Die Gäste bestimmten mit einer konsequenten Abwehr und einem effektiven Angriff über 60 Minuten den Takt, während die Gastgeber nie entscheidend den Anschluss herstellen konnten.
Der Schlüssel lag in der Disziplin der Gäste. Eisenach leistete sich nur sechs technische Fehler, die Löwen elf, dazu kamen fünf Ballgewinne für die Thüringer. So hatte der ThSV deutlich mehr Angriffe und kam auf 48 Würfe, neun mehr als der Gastgeber. Dass die Löwen die bessere Wurfquote hatten, fiel dadurch kaum ins Gewicht.
Herausragend war Peter Walz, der am Kreis sechs Treffer erzielte und zugleich die Abwehr der Gäste zusammenhielt. "Er ist unser erfahrenster Bundesligaspieler, was sehr verrückt ist", sagte Trainer Sebastian Hinze über ihn. Felix Aellen kam auf sieben Tore, vier davon vom Siebenmeterstrich, und steuerte vier Vorlagen bei. Bei den Löwen hielt David Späth mit zehn Paraden lange dagegen, Haukur Thrastarson war mit sieben Toren bester Werfer der Gastgeber.
Für Eisenach ist es der zweite Saisonsieg und zugleich der dritte Auswärtserfolg in Mannheim in vier Spielzeiten. Für Sebastian Hinze, der die Löwen drei Jahre lang trainierte, und für die vier früheren Löwen-Nachwuchsspieler im Eisenacher Kader war es ohnehin eine besondere Rückkehr an die SAP Arena.
Früher Vorsprung, den Eisenach clever nutzte
Die Gäste setzten vom Anwurf an ein Zeichen: Nach gut einer Minute stand es 0:2, und auch danach blieb Eisenach konsequent. Die Löwen kamen zwar beim 3:3 zurück, doch die Thüringer verteidigten geduldig, provozierten Fehler und bestraften sie. Beim 5:9 nach gut 14 Minuten nahm Maik Machulla die erste Auszeit, ohne dass sich das Bild anschließend änderte. Die Gastgeber blieben über sieben Minuten ohne eigenen Treffer, Eisenach zog auf 5:10 davon.
Bemerkenswert war, dass die Gäste diesen Vorsprung aufbauten, obwohl sie in der ersten Halbzeit mehrfach in Unterzahl agierten. Zur Pause stand es 13:18, Eisenach hatte zu diesem Zeitpunkt nur zwei technische Fehler zu verbuchen. Elias Scholtes brachte es im Halbzeitinterview auf den Punkt: "Was mir besonders imponiert, ist, dass wir uns absolut an den Matchplan halten, den wir die Woche über ausgiebig einstudiert haben."
Nach dem Seitenwechsel kam die entscheidende Phase. Die Löwen verkürzten auf drei Tore, beim Stand von 16:19 hatte Späth zudem einen Siebenmeter von Aellen pariert. Doch Eisenach ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, blieb geduldig im Angriff und traf von den Außenpositionen zuverlässig. Gian Attenhofer erzielte seine sechs Tore ohne Fehlwurf, Walz und Aellen trafen aus unterschiedlichsten Situationen. So wuchs der Vorsprung bis auf sechs Treffer an, und auch nach der zweiten Auszeit der Gastgeber in der 54. Minute änderte sich am Abstand nichts mehr.
Hinze sah genau darin den Unterschied: "Dann sind wir in der zweiten Halbzeit, glaube ich, das ist das Entscheidende, sehr stabil geblieben in einer Phase, wo das Spiel natürlich auch kippen kann." Auf der anderen Seite fehlte den Löwen der Zugriff, wie Dani Baijens einräumte: "Wir kamen überhaupt nicht rein. Auch in der zweiten Halbzeit, wo wir das Gefühl haben, jetzt schaffen wir das, kommen wir bis auf drei Tore heran und dann sind es wieder vier, fünf." Am Ende stand ein 29:33 aus Sicht der Gastgeber.
Für die Rhein-Neckar Löwen wird es nicht einfacher: Am Donnerstag, 15. Oktober, sind sie beim THW Kiel zu Gast. Eisenach empfängt einen Tag später, am Freitag, 16. Oktober, den VfL Gummersbach und kann dort nachlegen.
Die Statistiken zum Spiel
Rhein-Neckar Löwen - ThSV Eisenach 29:33 (13:18)
Rhein-Neckar Löwen: Späth (10 Paraden), Jensen (1 Paraden); Thrastarson 7, Aspenbäck 5, Baijens 4, Steenaerts 4, Mierzwa 3/3, Timmermeister 2, Seesing 2, Nothdurft 1, Kohlbacher 1, Lassen, Steinhauser, Mahé, Jaganjac, Ciudad-Benitez
ThSV Eisenach: Spikic (6 Paraden), Grupe (2 Paraden); Aellen 7/4, Walz 6, Attenhofer 6, Móré 4, Solak 3, Antonijevic 2, Scholtes 2, Seitz 1, Joelsson 1, Leu 1, Ende, Kurch, Schneibel, Montebovi
Topspieler: Aron Seesing (HPI 90) / Peter Walz (HPI 94)
Zeitstrafen: 3 / 7
Zuschauer: 4803 (SAP Arena)
Rhein-Neckar Löwen: Späth (10 Paraden), Jensen (1 Paraden); Thrastarson 7, Aspenbäck 5, Baijens 4, Steenaerts 4, Mierzwa 3/3, Timmermeister 2, Seesing 2, Nothdurft 1, Kohlbacher 1, Lassen, Steinhauser, Mahé, Jaganjac, Ciudad-Benitez
ThSV Eisenach: Spikic (6 Paraden), Grupe (2 Paraden); Aellen 7/4, Walz 6, Attenhofer 6, Móré 4, Solak 3, Antonijevic 2, Scholtes 2, Seitz 1, Joelsson 1, Leu 1, Ende, Kurch, Schneibel, Montebovi
Topspieler: Aron Seesing (HPI 90) / Peter Walz (HPI 94)
Zeitstrafen: 3 / 7
Zuschauer: 4803 (SAP Arena)
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