HBL
Füchse Berlin überrollen Melsungen in der ersten Halbzeit – Langhoff überragt beim Auftakt
Foto: Goeres
Zum Start der neuen Saison lieferten die Füchse Berlin in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle eine furiose erste Halbzeit. Beim 33:31 gegen die MT Melsungen legten die Gastgeber den Grundstein bereits vor der Pause, angetrieben von einem herausragenden Matthes Langhoff und einem starken Andreas Palicka.
Am Ende steht ein verdienter Heimsieg, dessen Ursprung fast ausschließlich in den ersten 30 Minuten liegt. Die Füchse gingen mit einer 17:9-Führung in die Kabine. Ein Vorsprung, der die zweite Hälfte trotz einer beeindruckenden Melsunger Aufholjagd nie ernsthaft in Gefahr brachte.
Der prägende Mann des Abends war Langhoff. Im ersten Saisonspiel traf er neunmal und verfehlte seinen persönlichen HBL-Bestwert nur um ein Tor. Dazu verteidigte er im Innenblock kompromisslos. Kreisläufer Mijajlo Marsenić fasste die Berliner Grundstimmung im Halbzeitinterview zusammen: "Diese Energie und Emotion von Anfang an, das war richtig wichtig für uns. Wir wollten heute unbedingt zeigen, dass wir immer noch Füchse Berlin sind, dass das unser Zuhause ist und dass wir einfach immer noch einen geilen Handball spielen können."
Neben Langhoff prägten Mathias Gidsel und Palicka das Spiel. Gidsel steuerte sieben Treffer bei und erreichte im Laufe der Partie seinen 1000. HBL-Treffer. Palicka kam am Ende auf sieben Paraden. Tim Freihöfer war vom Siebenmeterstrich mit fünf verwandelten Würfen zuverlässig, Tobias Grøndahl fügte fünf Tore und viel Tempo hinzu. Bei der MT hielten in der Offensive vor allem Aaron Mensing (6 Tore) und Dimitri Ignatow (5) dagegen, während Johannes Golla den besten HPI seiner Mannschaft erreichte.
Ein früher Rausch und eine späte Melsunger Antwort
Nach ausgeglichenem Beginn zogen die Füchse konsequent davon. Melsungen rannte sich immer wieder fest, produzierte reihenweise technische Fehler und fand gegen die Berliner Deckung kaum Lösungen. Beim 8:4 zog Roberto Garcia Parrondo bereits die erste Auszeit, doch die Fehlerserie riss nicht ab.
Aus einer engen Anfangsphase wurde ein 9:3-Lauf, der die Partie faktisch entschied. Zwischenzeitlich stand es 17:8, ehe Melsungen mit dem letzten Angriff auf 17:9 verkürzte. Acht technische Fehler bei nur neun eigenen Toren, der Pausenstand war eine schonungslose Bilanz für die Gäste. MT-Sportvorstand Jesper Larsson gestand in der Halbzeit: "Da kommt eigentlich alles zusammen, was nicht passieren darf bei einer Premiere." Über Palicka sagte er: "Er hat gezeigt, warum er die letzten 20 Jahre zur Weltspitze gehört hat."
Die zweite Hälfte erzählte eine völlig andere Geschichte. Mit der Einwechslung von Erik Balenciaga auf der Spielmacherposition fand Melsungen zu Struktur und Tempo. Die Gäste erzielten in der zweiten Hälfte 22 Tore und arbeiteten sich phasenweise bis auf vier Treffer heran. Doch auf jeden Melsunger Vorstoß fanden die Füchse eine Antwort, getragen von ihrem Ballfluss und immer wieder von Langhoff, der auch in der Schlussphase durchbrach.
So blieb der Berliner Vorsprung stabil, ehe zwei späte Treffer von Ignatow das Ergebnis auf 33:31 kosmetisch näher rückten. Trainer Nicolej Krickau ordnete den Auftakt nüchtern ein: "Wir wussten, dass es ein 50:50-Spiel war, und deswegen sind wir natürlich super glücklich über die zwei Punkte." Parrondo räumte ein: "Sieben gegen sechs hat gut funktioniert, aber ich bin nicht zufrieden mit dem sechs gegen sechs."
Weiter geht es für Melsungen bereits am Mittwoch, 2. September 2026, um 19:00 Uhr mit dem Heimspiel gegen FRISCH AUF! Göppingen. Die Füchse sind einen Tag später gefordert: Am Donnerstag, 3. September 2026, um 20:15 Uhr gastieren sie beim SC Magdeburg.
Die Statistiken zum Spiel
Füchse Berlin - MT Melsungen 33:31 (17:9)
Füchse Berlin: Palicka (7 Paraden), Ludwig; Langhoff 9, Gidsel 7, Freihöfer 7/5, Grøndahl 5, Marsenić 2, Teigum 2, Darj, Prantner, Pichiri, Kusche, Simak, Ariño
MT Melsungen: Simic (3 Paraden), Palasics (3 Paraden); Mensing 6, Ignatow 5, Stefansson 4, Drosten 4/3, Golla 3, Balenciaga 2, Dujshebaev 2, Krištopāns 2, Rivera 2, Schefvert 1, Marchán, Parrondo, Sigrist, Stehl, Guardiola, Sipos
Topspieler: Matthes Langhoff (HPI 92) / Johannes Golla (HPI 89)
Zeitstrafen: 2 / 1
Füchse Berlin: Palicka (7 Paraden), Ludwig; Langhoff 9, Gidsel 7, Freihöfer 7/5, Grøndahl 5, Marsenić 2, Teigum 2, Darj, Prantner, Pichiri, Kusche, Simak, Ariño
MT Melsungen: Simic (3 Paraden), Palasics (3 Paraden); Mensing 6, Ignatow 5, Stefansson 4, Drosten 4/3, Golla 3, Balenciaga 2, Dujshebaev 2, Krištopāns 2, Rivera 2, Schefvert 1, Marchán, Parrondo, Sigrist, Stehl, Guardiola, Sipos
Topspieler: Matthes Langhoff (HPI 92) / Johannes Golla (HPI 89)
Zeitstrafen: 2 / 1
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