HBL
Flensburg bleibt makellos: Jakobsen und Minne führen die SG auf Rang eins
SG Flensburg-Handewitt vs. Handball Club Hamburg - Game Highlights
Foto: Anderson-Jensen
Die SG Flensburg-Handewitt hat auch ihr fünftes Saisonspiel gewonnen und den Handball Club Hamburg mit 37:34 bezwungen. Die Gäste hielten lange mutig dagegen und führten über weite Strecken der ersten Hälfte, ehe Flensburg letztlich zu stark spielte. Mit dem Erfolg klettert Flensburg an die Tabellenspitze.
Der Schlüssel zum Flensburger Sieg lag in der Chancenverwertung. Die SG kam auf eine Wurfquote von rund 69 Prozent und verwandelte alle fünf Siebenmeter. Herausragend war dabei Emil Jakobsen, der zehn Treffer bei zehn Versuchen erzielte, darunter fünf sichere Strafwürfe. Ergänzt wurde er von Aymeric Minne, der ebenfalls zehnmal traf. Diese Kaltschnäuzigkeit im Abschluss war der zentrale Unterschied.
Ein zweiter Faktor war das Tempospiel. Immer wieder nutzte die SG Gegenstöße und schnelle Abschlüsse, auch gegen die zeitweise offene Hamburger Deckung ins leere Tor. Dazu kam die größere Kaderbreite: Während bei Flensburg über die gesamte Spielzeit frische Kräfte für Wucht sorgten, häuften sich beim HCH die technischen Fehler. Zur Pause standen bei den Gästen drei Fehler zu Buche, am Ende waren es deutlich mehr, und genau diese Ballverluste bestrafte Flensburg konsequent.
Beim HCH ragte Nicolaj Jørgensen heraus, der mit elf Toren bester Werfer der Partie war und das Angriffsspiel der Hamburger fast im Alleingang antrieb. Auf der Außenbahn traf Kaj Geenen fünfmal zuverlässig, und im Tor sammelte Robin Paulsen Haug acht Paraden. Für einen Punktgewinn reichte es dennoch nicht, weil die Hanseaten in den entscheidenden Momenten zu viele freie Gelegenheiten liegen ließen.
Für Flensburg ist es der fünfte Sieg im fünften Spiel. Mit makellosen 10:0 Punkten übernahmen die Gastgeber die Tabellenführung. Der HCH wartet dagegen weiter auf den ersten Saisonsieg und bleibt im unteren Tabellenbereich.
Hamburgs mutiger Start und die Flensburger Antwort
Die Gäste erwischten den besseren Beginn und setzten die klare Rollenverteilung zunächst außer Kraft. Angetrieben von Jørgensen und einer engagierten Rückwärtsbewegung führte der HCH früh und hielt die SG lange auf Distanz. Beim Stand von 3:6 und später 7:8 wirkten die Hamburger im Angriff variabel, während Flensburg gegen die kompakte Deckung nur schwer Lösungen fand.
Erst in der 27. Minute gelang der SG durch einen verwandelten Siebenmeter von Jakobsen die erste eigene Führung zum 14:13. Von da an drehte sich das Momentum. Flensburg zog das Tempo an, erhöhte über schnelle Angriffe und ging mit einem 19:16 in die Pause. Jakobsen fasste die Anfangsphase im Interview treffend zusammen: Wir haben so viele Fehlwürfe gemacht, uns fehlten einfach ein paar Prozent auf alles, was wir gemacht haben.
Nach dem Seitenwechsel baute die SG den Vorsprung Schritt für Schritt aus. Der eingewechselte Minne traf in kurzer Zeit fünfmal ohne Fehlversuch, immer wieder kombinierte sich Flensburg über den Kreis und die Außen zu einfachen Treffern.
Trotzdem gaben die Gäste nie auf. Mehrfach kämpften sich die Hamburger noch einmal heran, doch näher als bis auf drei Tore kamen sie in der Schlussphase nicht. Beim 37:34 blieb es. Jan-Christian Schmidt beschrieb die Ursache nüchtern: "Im Sieben gegen Sechs haben sie uns extrem im Tempo bestraft, mit leeren Toren ohne Ende. Gegen so einen Topgegner fehlt häufig nicht viel, aber am Ende reicht es nicht, weil die mit Weltklassespielern jeden kleinen Fehler bestrafen."
Mit dem Erfolg verbesserte sich die SG Flensburg-Handewitt vom zweiten auf den ersten Tabellenplatz und steht bei makellosen 10:0 Punkten, punktgleich mit dem THW Kiel, aber vorn platziert. Der Handball Club Hamburg bleibt nach der vierten Niederlage im unteren Drittel und rutschte auf Rang 16 mit 1:9 Punkten ab. Schon in einer Woche wartet auf Flensburg das Nordderby: Am Samstag, 26. September, tritt die SG beim THW Kiel an. Der HCH empfängt einen Tag später, am Sonntag, 27. September, die HSG Wetzlar.
Die Statistiken zum Spiel
SG Flensburg-Handewitt - Handball Club Hamburg 37:34 (19:16)
SG Flensburg-Handewitt: Möller (4 Paraden), Buric (1 Paraden); Jakobsen 10/5, Minne 10, Møller 4, Kirkelokke 3, Bergholt 3, Pytlick 2, Grgić 2, Horgen 2, Volz 1, Arnarsson, Tønnesen, Novak, Blagotinšek
Handball Club Hamburg: Haug (8 Paraden), Nowottny (3 Paraden); Jørgensen 11/1, Geenen 5, Norlyk 3, Hovde 3, Kofler 2, Gadza 2, Unbehaun 2, Andersen 2, Daling 1, Schmidt 1, Olafsson 1, Axmann 1, Beyer, Hadzic
Topspieler: Emil Jakobsen (HPI 100) / Nicolaj Jørgensen (HPI 100)
Zuschauerzahl: 6176 (GGW Arena)
Zeitstrafen: 3 / 2
SG Flensburg-Handewitt: Möller (4 Paraden), Buric (1 Paraden); Jakobsen 10/5, Minne 10, Møller 4, Kirkelokke 3, Bergholt 3, Pytlick 2, Grgić 2, Horgen 2, Volz 1, Arnarsson, Tønnesen, Novak, Blagotinšek
Handball Club Hamburg: Haug (8 Paraden), Nowottny (3 Paraden); Jørgensen 11/1, Geenen 5, Norlyk 3, Hovde 3, Kofler 2, Gadza 2, Unbehaun 2, Andersen 2, Daling 1, Schmidt 1, Olafsson 1, Axmann 1, Beyer, Hadzic
Topspieler: Emil Jakobsen (HPI 100) / Nicolaj Jørgensen (HPI 100)
Zuschauerzahl: 6176 (GGW Arena)
Zeitstrafen: 3 / 2
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