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Füchse Berlin behalten in Bietigheim knapp die Nerven

Samstag, 3. Oktober 2026

SG BBM Bietigheim vs. Füchse Berlin - Game Highlights

Foto: Wolf

Nach einer kräftezehrenden Woche mit der Klub-WM in Kairo und dem fünften Spiel in acht Tagen haben sich die Füchse Berlin bei der SG BBM Bietigheim mit 32:31 durchgesetzt. Der Favorit kontrollierte lange, geriet in der Schlussphase aber noch einmal in Bedrängnis, ehe er den knappen Vorsprung über die Zeit brachte.

Das Spiel erklärt sich vor allem über zwei gegensätzliche Linien. Auf der einen Seite stand die Effizienz der Füchse im Abschluss: Mit einer Wurfquote von knapp 63 Prozent und sechs Toren aus schnellen Gegenstößen setzten die Berliner immer wieder Nadelstiche, gerade wenn Bietigheim den Ball im Positionsangriff verlor. Auf der anderen Seite verhinderte Bietigheim durch die eigene Abschlussstärke eine klare Entscheidung, musste sich am Ende aber die technischen Fehler ankreiden lassen, die zu einfachen Gegenstoßtoren führten.
Eine herausragende Figur beim Gastgeber machte Alexander Pfeifer. Der Linksaußen verwandelte alle neun Siebenmeter sicher und war mit seinen Treffern der verlässlichste Faktor im Bietigheimer Angriff, was sich auch in seinem Spitzenwert von 94 im Handball Performance Index (HPI) niederschlug. Dahinter hielt Martin Tomovski in seinem 100. Spiel in der HBL mit 14 Paraden seine Mannschaft über weite Strecken in Schlagdistanz.
Bei den Füchsen verteilte sich die Last auf mehrere Schultern. Matthes Langhoff war mit sieben Toren bester Werfer der Partie, Tim Freihöfer steuerte sechs Treffer bei und markierte dabei einen persönlichen Meilenstein. Hinzu kam das umsichtige Spiel von Mathias Gidsel, der trotz seiner Blessur sechs Tore erzielte und sechs weitere vorbereitete.
Für die Füchse bedeutet der Erfolg den Sprung auf Rang vier, zudem bleiben sie bei nur einer Saisonniederlage. Bietigheim dagegen wartet nach dem Auftaktsieg weiter auf den nächsten Zähler und rutschte trotz der engagierten Vorstellung ans Tabellenende.
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Ein Favorit, der sich nie absetzen durfte

Die erste Viertelstunde verlief auf Augenhöhe. Beim 5:5 war noch alles offen, ehe die Füchse über ihr schnelles Umschaltspiel erstmals auf zwei bis drei Tore davonzogen. Bietigheim blieb jedoch dank einer hohen Trefferquote und eines starken Tomovski dran und ging mit einem 17:20-Rückstand in die Pause.
Der Schlüssel zu diesem Zwischenstand lag in den Fehlern des Gastgebers. Neun technische Fehler in der ersten Halbzeit mündeten immer wieder in Berliner Gegenstöße. Das sind neun einfache Tore für Berlin, das ist dann trotzdem zu viel, deswegen führt Berlin auch dementsprechend hoch, ordnete Till Hermann die erste Hälfte ein und verwies zugleich darauf, dass die Mannschaft offensiv Lösungen fand.
Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zu kippen, als die Füchse den Vorsprung auf fünf Tore (25:30) ausbauten. Bietigheim verlor jedoch nie den Glauben, griff die Berliner Deckung engagiert an und profitierte davon, dass dem Favoriten in den letzten zehn Minuten nur noch ein einziger Treffer gelang. Schritt für Schritt kam der Gastgeber heran, es reichte aber nur noch bis zum Anschlusstreffer zum 31:32.
Mathias Gidsel, der mit einem Pferdekuss aus Kairo angereist war, fasste den Zustand seiner Mannschaft treffend zusammen: "Wir sind so unfokussiert und machen im Abschluss ein paar zu viele Fehler, und Bietigheim bestraft das eigentlich sehr gut." Auf Bietigheimer Seite überwog der Stolz über den Auftritt. Man hat gesehen, wir leben und wir geben uns nicht auf, auch wenn der Gegner Füchse Berlin heißt, sagte Dominik Claus, der zugleich die vielen einfachen Fehler als entscheidenden Faktor benannte.
In der Tabelle schoben sich die Füchse auf Rang vier. Bietigheim bleibt bei 2:12 Punkten und steht nach dem Spieltag auf dem letzten Platz. Weiter geht es für die SG BBM am Samstag, 10. Oktober, bei FRISCH AUF! Göppingen, die Füchse empfangen einen Tag später, am Sonntag, 11. Oktober, den TBV Lemgo Lippe.

Die Statistiken zum Spiel

SG BBM Bietigheim - Füchse Berlin 31:32 (17:20)

SG BBM Bietigheim: Tomovski (14 Paraden), Hrdlicka; Pfeifer 9/9, Claus 5, Hermann 5, Norrbrink 4, Wucherpfennig 2, Josef 2, Vlahovic 1, Larson 1, Fischer 1, Nicolaus 1, Strosack, Orlov, Wiederstein, M'Bengue

Füchse Berlin: Ludwig (11 Paraden), Höler; Langhoff 7, Gidsel 6, Grøndahl 6/3, Freihöfer 6/1, Marsenić 2, Teigum 2, Lichtlein 1, Simak 1, Darj 1, Pichiri, Prantner, Zaepfel, Ariño

Topspieler: Alexander Pfeifer (HPI 94) / Mathias Gidsel (90)
Zuschauerzahl: 3465 (EgeTrans Arena)
Zeitstrafen: 2 / 2

Alle Partien der Opel HBL und 2. HBL werden live von Dyn übertragen.
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