HBL
Füchse Berlin bestrafen die Fehler des Bergischen HC und klettern auf Rang vier

Foto: Bergischer HC
Im Wiedersehen DHB-Pokalfinals des Lidl Final4 setzten sich die Füchse Berlin beim noch punktlosen Bergischen HC mit 37:26 durch. Ausschlaggebend waren die deutlich höhere Abschlusseffizienz der Gäste und die technischen Fehler der Gastgeber, die Berlin immer wieder in schnelle Tore ummünzte.
Das Ergebnis fällt am Ende klarer aus, als es der Verlauf über weite Strecken vermuten ließ. Die Füchse waren an diesem Sonntagnachmittag nicht in Bestform, mussten es aber auch nicht sein. Der entscheidende Unterschied lag in der Verwertung der Chancen: Während Berlin mit einer Wurfquote von rund 71 Prozent abschloss, kam der Bergische HC nur auf etwa 54 Prozent. Dazu leisteten sich die Gastgeber mit dem Ball mehr als doppelt so viele technische Fehler wie die Füchse, die diese Ballgewinne immer wieder für einfache Tore nutzten.
Getragen wurde der Angriff vor allem von Tobias Grøndahl, der mit zehn Treffern (fünf davon per Siebenmeter) überragte und den BHC bereits in der ersten Hälfte vor Probleme stellte, sowie von Mathias Gidsel, der mit elf Toren der auffälligste Werfer der Partie war. Im Tor hielt Lasse Ludwig mit neun Paraden dagegen und gab seiner Mannschaft zusätzliche Sicherheit.
Auf Seiten des Bergischen HC ragten Fynn Hangstein mit sieben Treffern, davon fünf vom Siebenmeterstrich, und Johannes Wasielewski mit sechs Toren heraus. Auch Kristian van der Merwe zeigte mit sechs Paraden gute Ansätze, ohne die Berliner Effizienz aufhalten zu können. Insgesamt fehlte den Gastgebern die Konstanz, um über 60 Minuten mitzuhalten.
Für die Füchse ist es der vierte Saisonsieg, mit dem sie sich in der Spitzengruppe festsetzen. Für den Bergischen HC bleibt die Ausgangslage schwierig: Auch im fünften Spiel gab es keine Punkte, wobei drei dieser Niederlagen jeweils nur mit einem Tor Unterschied ausfielen.
Füchse legen mit gutem Start den Grundstein
Die Gäste erwischten den besseren Start und zogen früh auf 3:0 davon. Der Bergische HC brauchte rund neun Minuten bis zum ersten Treffer aus dem Feld durch Wasielewski, kämpfte sich anschließend aber heran und war beim 8:10 wieder in Schlagdistanz.
Dann folgte die erste jener Phasen, die das Spiel des BHC in dieser Saison immer wieder kennzeichnen. Ein 5:1-Lauf der Füchse zum Ende der ersten Halbzeit sorgte für den 9:15-Pausenstand und damit für eine komfortable Ausgangslage. Sportdirektor Fabian Gutbrod fasste die Ursachen zur Pause nüchtern zusammen: "Diese Fehler, technischen Fehler, diese freien Chancen, die wir nicht verwerten, das dürfen wir uns einfach nicht erlauben. Und deswegen sind wir verdient hinten."
Nach dem Seitenwechsel kam der Bergische HC deutlich engagierter aus der Kabine und arbeitete sich beim 17:20 bis auf drei Tore heran. Sören Steinhaus auf der Mittelposition brachte mehr Zug ins Spiel, und über die Kreisläuferposition kamen nun regelmäßiger Tore. Doch in dem Moment, in dem der BHC Anschluss zu finden schien, unterliefen ihm erneut Ballverluste, die die Füchse umgehend zum Tempospiel nutzten.
Berlin stellte den Abstand postwendend wieder her und zog in der Schlussphase kontrolliert bis auf zehn Tore davon. Grøndahl aus dem Rückraum und vom Strich, Gidsel aus dem Zentrum sowie ein wieder funktionierendes Umschaltspiel gaben dem Endstand von 26:37 seine deutliche Form, ohne dass die Gäste dafür an ihr Leistungslimit gehen mussten.
In der Tabelle bleibt der Bergische HC damit auf Rang 18 und wartet mit 0:10 Punkten weiter auf den ersten Zähler. Die Füchse Berlin verbesserten sich mit nun 8:2 Punkten von Rang fünf auf Rang vier. Für den BHC geht es am kommenden Spieltag am Sonntag, den 27. September, mit dem Bergischen Derby beim VfL Gummersbach weiter. Die Füchse empfangen bereits am Samstag, den 26. September, den HBW Balingen-Weilstetten.
Die Statistiken zum Spiel
Bergischer HC - Füchse Berlin 26:37 (9:15)
Bergischer HC: Merwe (6 Paraden), Rudeck (3 Paraden); Hangstein 7/5, Wasielewski 6, Steinhaus 3, Bergner 3, Becher 3, Fuchs 2, Kooij 1, Viana 1, Hilding, Bjerneld, Babak, Schöttle, Püttmann, Babarskas
Füchse Berlin: Ludwig (9 Paraden), Palicka (2 Paraden); Gidsel 11, Grøndahl 10/5, Langhoff 5, Prantner 4, Ariño 3, Zaepfel 2, Darj 1, Kusche 1, Freihöfer, Marsenić, Pichiri, Teigum, Simak
Topspieler: Fynn Hangstein (HPI 81) / Matthes Langhoff (HPI 93)
Zuschauer: 4000 (Mitsubishi Electric Halle)
Zeitstrafen: 1 / 1
Bergischer HC: Merwe (6 Paraden), Rudeck (3 Paraden); Hangstein 7/5, Wasielewski 6, Steinhaus 3, Bergner 3, Becher 3, Fuchs 2, Kooij 1, Viana 1, Hilding, Bjerneld, Babak, Schöttle, Püttmann, Babarskas
Füchse Berlin: Ludwig (9 Paraden), Palicka (2 Paraden); Gidsel 11, Grøndahl 10/5, Langhoff 5, Prantner 4, Ariño 3, Zaepfel 2, Darj 1, Kusche 1, Freihöfer, Marsenić, Pichiri, Teigum, Simak
Topspieler: Fynn Hangstein (HPI 81) / Matthes Langhoff (HPI 93)
Zuschauer: 4000 (Mitsubishi Electric Halle)
Zeitstrafen: 1 / 1
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