Lasse Ludwig und die kalte Effizienz der Füchse ringen den TVB im Krimi nieder
TVB Stuttgart vs. Füchse Berlin - Game Highlights
Foto: Weller
Die Füchse Berlin haben sich am 3. Spieltag der Opel Handball-Bundesliga mit 34:33 (16:15) in Stuttgart durchgesetzt und dem couragierten TVB damit den ersten Saisonpunkt beim eigenen Publikum verwehrt. Getragen von 13 Paraden ihres Torhüters Lasse Ludwig und einem gnadenlosen Tempospiel behielten die Berliner in einem Handballfest mit 67 Toren die Nerven, obwohl der TVB in der Schlussphase noch einmal alles riskierte.
Es war ein Spiel, das der TVB Stuttgart über weite Strecken auf Augenhöhe gestaltete und dennoch verlor. Der Grund lag im Detail: In den entscheidenden Momenten hatten die Gäste die etwas kaltschnäuzigere Antwort und mit Ludwig den überragenden Rückhalt. Der Berliner Keeper kam auf eine Fangquote von rund 34 Prozent und entschärfte gerade in Druckphasen die Würfe der Gastgeber.
Vorne verteilte sich die Last bei den Füchsen auf viele Schultern. Mathias Gidsel war mit neun Treffern der auffälligste Angreifer und zog immer wieder Fouls und Siebenmeter, während das schnelle Umschaltspiel der Berliner mit sieben Gegenstoßtoren bei hundertprozentiger Quote den Unterschied ausmachte. Genau dieses Tempo brachte Stuttgart über weite Strecken in Bedrängnis.
Beim TVB ragten zwei Männer heraus. Kai Häfner steuerte acht Tore bei, davon sechs sichere Siebenmeter, und blieb vom Punkt makellos. Kasper Thorsen Lien traf siebenmal aus dem Feld und war zudem in der Rückzugsbewegung oft der schnellste Mann. Dass es am Ende nicht zum Punktgewinn reichte, lag weniger am Angriff als an der schwierig zu kontrollierenden Berliner Schnelligkeit und den entscheidenden Paraden auf der Gegenseite.
Die Vorentscheidung fiel in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit, als die Füchse ihr Tempo voll ausspielten und sich auf vier Tore absetzten. Diesen Puffer verteidigten sie bis zum Schlusspfiff, auch wenn der TVB mit einer variablen Abwehr und dem Wechsel auf Sieben gegen Sechs noch einmal für ein echtes Herzschlagfinale sorgte.
Ein Tempo-Duell, das erst in der Schlussphase kippte
Die Statistiken zum Spiel
TVB Stuttgart: El-Tayar (7 Paraden), Kornecki (3 Paraden); Häfner 8/6, Lien 7, Mengon 5, Darmoul 4, Matzken 3, Zieker 3, Häfner 3, Nigg 1, Donker, Röthlisberger, Meyer, Kaufmann, Heydecke, Schmid, Jakschitz
Füchse Berlin: Ludwig (13 Paraden), Palicka; Gidsel 9, Ariño 7, Grøndahl 5/1, Teigum 5, Langhoff 4, Freihöfer 2/2, Marsenić 1, Darj 1, Pichiri 1, Simak, Rinderle, Prantner, Zaepfel
Topspieler: Kasper Thorsen Lien (HPI 94) / Aitor Ariño (HPI 94)
Zeitstrafen: 3 / 1
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