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Möller überragt im Tor: Flensburg erobert gegen tapferes Göppingen die Tabellenführung

Samstag, 3. Oktober 2026

SG Flensburg-Handewitt vs. FRISCH AUF! Göppingen - Game Highlights

Foto: Anderson-Jensen

Die SG Flensburg-Handewitt hat sich auch im siebten Saisonspiel nicht geschlagen gegeben und FRISCH AUF! Göppingen mit 32:27 bezwungen. Weil Simon Möller im Tor zu einem Faktor wurde und die Gäste zu viele Chancen liegen ließen, bleibt die SG das einzige Team ohne Niederlage und übernimmt die Spitze der Opel HBL.

Das Ergebnis spiegelt nicht wider, wie eng diese Partie über weite Strecken war. Göppingen reiste mit einem stark dezimierten Kader an, musste erneut ohne gelernten Kreisläufer auskommen und löste das mit vier Rückraumspielern und ständigen Übergängen. Diese Variante brachte die Flensburger Abwehr lange in Schwierigkeiten, wie Arnar Freyr Arnarsson zur Pause einräumte: "Unsere Abwehr ist nicht gut genug. Wir haben wirklich schwere Probleme mit dieser 4 gegen 4. Göppingen macht das sehr gut."
Entschieden wurde das Spiel letztlich über zwei Faktoren. Der erste war Simon Möller. Der Torhüter kam im ersten Durchgang ins Tor und steigerte sich auf 13 Paraden bei einer Fangquote von rund 45 Prozent. Mit dieser Leistung nahm er den Göppinger Rückraumschützen in der entscheidenden Phase den Zugriff und entwertete auch zwei Siebenmeter. Ljubomir Vranjes, sportlicher Leiter der SG, brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: "Simon Möller war der überragende Spieler. Wenn du 44 Prozent Quote hast, dann sollst du auch ein Spiel gewinnen."
Der zweite Faktor war die Chancenverwertung. Göppingen spielte im Angriff lange hochprozentig, doch im zweiten Abschnitt häuften sich die technischen Fehler, und von sechs Siebenmetern landeten nur drei im Tor. Flensburg war in diesen Momenten effizienter, nutzte seine fünf Strafwürfe viermal und zog über konsequente Abschlüsse davon. Victor Klöve, der im Sommer selbst zur SG wechselt, benannte den Unterschied aus Gästesicht: "Dass wir so viele Bälle liegen lassen, vor allem in der zweiten Halbzeit. Der Müller im Tor hat es überragend gemacht."
Herausragender Werfer der Partie war ein Göppinger: Elias Newel. Der erst 22 Jahre alte Spielmacher traf neunmal und markierte damit einen persönlichen Saisonbestwert. Er lenkte das Angriffsspiel der Gäste und war über weite Strecken der gefährlichste Mann auf dem Feld. Auf der anderen Seite stand mit Simon Pytlick der torgefährlichste Flensburger: Acht Treffer und vier Vorlagen unterstrichen seine Bedeutung für den SG-Angriff. Bei den Gästen sorgte zudem Franko Lastro auf Rechtsaußen mit fünf Toren für Verlässlichkeit.
Für die SG hat der Erfolg besondere Tragweite: Mit nun 13:1 Punkten schiebt sie sich an Spitzenreiter SC Magdeburg vorbei und ist weiterhin die einzige Mannschaft der Liga ohne Niederlage. Göppingen bleibt trotz der engagierten Vorstellung bei 6:8 Punkten.
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Göppingen hält lange mit, dann machen Möllers Paraden den Unterschied

Die SG begann druckvoll und lag nach gut zehn Minuten mit 9:6 vorne. Doch Göppingen ließ sich davon nicht beeindrucken und arbeitete sich mit geduldigem Angriffsspiel Tor um Tor heran, bis Max Beneke zum 10:10 ausglich. In Front lagen die Gäste zwar nie, aber sie blieben die gesamte erste Halbzeit auf Tuchfühlung.
Flensburg leistete sich in dieser Phase ungewohnt viele technische Fehler und blieb vor der Pause fast sieben Minuten ohne Treffer. Dass es trotzdem mit einer knappen 18:17-Führung in die Kabine ging, lag auch an einem ersten Lebenszeichen des eingewechselten Möller, der die Gäste an der Fortsetzung ihres Laufs hinderte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eng. Beim 19:19 war Göppingen noch einmal dran, ehe die SG den entscheidenden Schritt machte. Möller parierte nun reihenweise, Göppingen vergab aus dem Rückraum und von der Siebenmeterlinie, und Flensburg setzte sich über die Außen und schnelle Aktionen auf drei bis vier Tore ab. Aksel Horgen traf aus dem Rückraum mehrfach, Emil Jakobsen blieb von der Linie sicher, und so wuchs der Vorsprung kontinuierlich.
Göppingen stemmte sich bis zum Schluss gegen die Niederlage und verkürzte zwischenzeitlich wieder, fand aber gegen den stark aufgelegten Torhüter kein durchgängiges Mittel mehr. Beim 32:27 war die Entscheidung gefallen. Dass die Gäste über 40 Jahre nach ihrem letzten Erfolg in Flensburg auch diesmal ohne Punkt blieben, schmälerte nicht den Respekt für ihren Auftritt in Unterbesetzung. Elias Newel ordnete die Grundlage für die lange Zeit so ausgeglichene Partie zur Pause selbst ein: "Vorne weniger technische Fehler, und wir haben das Tempospiel von Flensburg relativ gut im Griff."
Mit dem Heimsieg zieht die SG Flensburg-Handewitt in der Tabelle an Magdeburg vorbei und steht nun mit 13:1 Punkten auf Rang eins, einen Zähler vor dem Verfolger. Göppingen rutscht nach der vierten Saisonniederlage einen Rang zurück und findet sich mit 6:8 Punkten auf Platz zwölf wieder. Weiter geht es für Flensburg bereits am Freitag, 9. Oktober, auswärts bei der TSV Hannover-Burgdorf. Göppingen empfängt einen Tag später, am Samstag, 10. Oktober, die SG BBM Bietigheim.

Die Statistiken zum Spiel

SG Flensburg-Handewitt - FRISCH AUF! Göppingen 32:27 (18:17)

SG Flensburg-Handewitt: Möller (13 Paraden), Buric; Pytlick 8, Jakobsen 6/4, Minne 4, Horgen 4, Bergholt 3, Kirkelokke 2, Møller 2, Grgić 1, Volz 1, Novak 1, Tønnesen, Blagotinšek, Arnarsson

FRISCH AUF! Göppingen: Buchele (5 Paraden), Sæverås (4 Paraden); Newel 9, Neudeck 5, Lastro 5, Persson 3, Velde 3/3, Hanne 1, Beneke 1, Klöve, Goßner, Sunnefeldt, Micha

Topspieler: Simon Möller (HPI 86) / Franko Lastro (HPI 85)
Zuschauer: 6267 (GGW Arena)
Zeitstrafen: 2 / 3

Alle Partien der Opel HBL und 2. HBL werden live von Dyn übertragen.
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