HBL
Magdeburg bleibt makellos: Frühe Weichenstellung gegen HSG Wetzlar
SC Magdeburg vs. HSG Wetzlar - Game Highlights
Foto: Popova
Der SC Magdeburg hat auch sein viertes Saisonspiel gewonnen und die HSG Wetzlar mit 38:30 (23:14) deutlich distanziert. Weil die Gastgeber schon in der ersten Halbzeit früh davonzogen und mit einer außergewöhnlichen Wurfquote sowie einem starken Rückhalt im Tor überzeugten, war die Partie beim Seitenwechsel bereits vorentschieden.
Der Schlüssel zum klaren Heimerfolg lag in der Effizienz. Magdeburg schloss seine Angriffe mit einer Wurfquote von rund 79 Prozent ab, während Wetzlar bei knapp 58 Prozent blieb.
Prägende Figur war Felix Claar. Der Rückraumspieler traf achtmal bei acht Abschlüssen aus dem Feld und war mit seinem Zug zum Tor kaum zu kontrollieren. Ergänzt wurde die Offensive durch die verlässliche Siebenmeter-Ausbeute von Matthias Musche, der alle sechs Strafwürfe verwandelte. Im Tor sorgte Dominik Kuzmanović mit 14 Paraden dafür, dass Magdeburg über das schnelle Umschalten immer wieder einfache Tore erzielen konnte.
Bei den Gästen ragten Paul Kompenhans und Niklas Theiss heraus, die mit je fünf Toren die auffälligsten Angreifer waren. Kompenhans steigerte sich vor allem in der zweiten Halbzeit und deutete mit seinen Abschlüssen und Anspielen an, warum die HSG ihn im Sommer verpflichtet hatte. Theiss stellte über weite Strecken die größte Wurfgefahr im Rückraum dar, fand aber wie das gesamte Team gegen die kompakte Magdeburger Deckung nur selten dauerhaft Lösungen.
Für Magdeburg bedeutet der Sieg den perfekten Saisonstart mit vier Erfolgen aus vier Spielen und den Anschluss an die Spitze, wo sich das Team punktgleich mit der SG Flensburg-Handewitt und dem THW Kiel einreiht.
Früh gestellte Weichen und ein ausgeglichener zweiter Durchgang
Magdeburg übernahm von Beginn an das Kommando. Über einen frühen 10:5-Vorsprung setzte sich der Favorit kontinuierlich ab, ohne dass Wetzlar den Rückstand ernsthaft verkürzen konnte. Die Gastgeber kombinierten hohe Trefferquote mit gehaltenen Bällen, sodass sich die Führung bis zur Pause auf 23:14 ausweitete. Damit war die Grundlage für den Erfolg gelegt.
Nach dem Wechsel meldete sich Wetzlar zurück. Die Gäste kamen mit mehr Energie aus der Kabine, arbeiteten sich zeitweise wieder etwas heran und nutzten eine nachlassende Intensität der Gastgeber. Niklas Theiss hatte die Marschroute in der Pause vorgegeben: "Wir müssen weitermachen, wir müssen vor allem in der Abwehr härter zugreifen und dann Stück für Stück ein bisschen rankommen." Am eindeutigen Verlauf änderte das jedoch nichts mehr, Magdeburg hielt den Abstand stets im komfortablen Bereich und baute ihn bis zum 38:30 zeitweise sogar auf zehn Tore aus.
Wiegert übte trotz des Erfolgs Selbstkritik am zweiten Durchgang: "Wir haben ein Bundesligaspiel mit acht Toren gewonnen, und trotzdem war heute mehr möglich." Die zweite Hälfte, in der Wetzlar knapp die Oberhand behielt, wollte er nicht als Selbstverständlichkeit abtun.
Mit dem Sieg bleibt der SC Magdeburg makellos bei 8:0 Punkten und liegt aufgrund des Torverhältnisses hinter Flensburg-Handewitt und Kiel auf Rang drei. Die HSG Wetzlar hingegen rutscht mit 1:7 Punkten auf den 17. Tabellenplatz ab und wartet weiter auf den ersten Saisonsieg. Am kommenden Spieltag tritt Magdeburg am Sonntag, 20. September, um 18:00 Uhr bei der MT Melsungen an, während Wetzlar bereits um 16:30 Uhr zu Hause den VfL Gummersbach empfängt.
Die Statistiken zum Spiel
SC Magdeburg - HSG Wetzlar 38:30 (23:14)
SC Magdeburg: Kuzmanović (14 Paraden), Mandić (1 Paraden); Claar 8, Mertens 6, Musche 6/6, Magnusson 4, Saugstrup 4, Kristjansson 3, Rasmussen 3, Lagergren 2, Weber 2, Jónsson, Serradilla, Thielicke, Bergendahl, Pettersson
HSG Wetzlar: Ravensbergen (5 Paraden), Bartucz; Kompenhans 5, Læsø 5, Theiss 5, Soler 5/1, Nafea 3, Akakpo 2, Mappes 2, Kirschner 1/1, Piroch 1, Øverby 1, Löwen, Pehlivan
Topspieler: Felix Claar (HPI 92) / Niklas Theiss (HPI 82)
Zeitstrafen: 1 / 5
SC Magdeburg: Kuzmanović (14 Paraden), Mandić (1 Paraden); Claar 8, Mertens 6, Musche 6/6, Magnusson 4, Saugstrup 4, Kristjansson 3, Rasmussen 3, Lagergren 2, Weber 2, Jónsson, Serradilla, Thielicke, Bergendahl, Pettersson
HSG Wetzlar: Ravensbergen (5 Paraden), Bartucz; Kompenhans 5, Læsø 5, Theiss 5, Soler 5/1, Nafea 3, Akakpo 2, Mappes 2, Kirschner 1/1, Piroch 1, Øverby 1, Löwen, Pehlivan
Topspieler: Felix Claar (HPI 92) / Niklas Theiss (HPI 82)
Zeitstrafen: 1 / 5
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