HBL
Magdeburg empfängt die Füchse: Zahlen, Daten, Fakten zum Topspiel-Kracher

Foto: Klahn
Am Donnerstagabend treffen in der GETEC-Arena Meister SC Magdeburg und Pokalsieger Füchse Berlin aufeinander – nur zwölf Tage, nachdem der SCM den Füchsen den Titel im Rexel Super Cup entrissen hatten. Die Statistik der letzten Heimspiele spricht leicht für den SCM, der dennoch eine negative Heimbilanz gegen den Hauptstadtklub hat.
Am Donnerstag (20.15 Uhr, live bei Dyn und im MDR) geht es bereits am zweiten Spieltag zwischen dem aktuellen Meister und dem Pokalsieger um Punkte in der Opel Handball-Bundesliga. Nach zuletzt zwei Partien auf neutralem Boden wird dann die GETEC-Arena Kopf stehen. Im Juni jubelten die Füchse in der ausverkauften LANXESS arena in Köln über einen 40:35-Erfolg im Champions-League-Halbfinale.
Das letzte Duell der beiden Großmächte des deutschen Handballs liegt nur wenige Tage zurück: am 22. August drehte der SCM beim Rexel Super Cup im ausverkauften SAP Garden in München den Spieß um, feierte einen überzeugenden 37:31-Erfolg über Berlin. „Wir haben zu viele Fehler gemacht, das müssen wir bis zum Ligaspiel gegen den SCM abstellen“, hatte Füchse-Trainer Nicolej Krickau von einem „verdienten Magdeburger Sieg von der ersten bis zur 60. Minute“ gesprochen.
Für SCM-Trainer Bennet Wiegert war der Triumpf von München ein ganz besonderer, denn es war der einzige Titel, der ihm als SCM-Coach noch fehlte - nach Deutscher Meisterschaft, DHB-Pokal, Champions League, European League und Vereinsweltmeisterschaft. Ganz neu war ihm die Trophäe allerdings nicht: 2001 stand Wiegert beim letzten Super-Cup-Erfolg der Magdeburger (28:25 gegen Bad Schwartau) als Spieler auf dem Feld.
Meister und Pokalsieger hatten gleich am ersten Spieltag der Opel HBL hohe Hürden zu überwinden, die beide aber just mit dem gleichen Endergebnis meisterten: Die Füchse gewannen am Donnerstag nach 17:9-Pausenführung 33:31 gegen den aktuellen European-League-Sieger und CL-Teilnehmer MT Melsungen, der SCM zog mit dem 33:31 beim heimstarken vorjährigen Tabellenvierten und European-League-Teilnehmer VfL Gummersbach nach. Weitere Parallele: die besten Werfer beider Klubs, Matthias Musche (SCM) und Matthes Langhoff (Füchse), trafen zum Saisonstart jeweils neunmal.
„Wir sind glücklich, dass wir in Gummersbach zwei Punkte mitnehmen dürfen. Manchmal gehört auch ein Quäntchen Glück dazu und das hatten wir heute“, sagte Wiegert nach dem bis zum Schluss dramatischen Spiel, in dem Rexel Super Cup-MVP Albin Lagergren verletzungsbedingt nur kurze Zeit spielen konnte. Bei den Füchsen fehlten gegen Melsungen weiter Fabian Wiede (nach Kreuzbandriss) und Nils Lichtlein (nach Fuß-Operation). „Wir sind mit dem Ergebnis und besonders der ersten Halbzeit super happy, da war unser Auftreten in vielen Bereichen sehr gut. Wir haben eine starke Mentalität gezeigt, auch in der Abwehr“, lobte Krickau sein Team.
Einen besonderen Moment durfte Welthandballer Mathias Gidsel feiern: im ersten Spiel seiner erst fünften HBL-Saison mit den Füchsen erzielte der Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit sein 1.000. Bundesligator. Für diese Marke benötigte der Däne nur 128 Spiele, was einen Schnitt von 7,81 Treffern pro HBL-Partie bedeutet.
Wie dominant die beiden Top-Kontrahenten in den vergangenen fünf Jahren waren, belegen folgende Zahlen: Magdeburg wurde dreimal Meister (2022, 2024, 2026), Berlin einmal (2025), dazwischen konnte nur Rekordmeister THW Kiel 2023 in diese Phalanx eindringen. Zudem gewannen beide Teams in dieser Spanne je einmal den DHB-Pokal (Magdeburg 2024 und Berlin 2026). Der SCM qualifizierte sich viermal in Folge (2023 bis 2026) für das Finalturnier der Champions League, gewann zweimal (2023 und 2025) die Trophäe, Berlin vertrat die HBL zweimal in Folge (2025, 2026) in Köln, zog beide
Male ins Endspiel ein, verlor aber beide Finals (gegen Magdeburg und Barcelona) – und wartet somit weiter auf einen Triumpf in der Königsklasse.
Auch wenn beide Klubs in allen Wettbewerben Erfolge feierten, war der Abstand in der HBL-Vorsaison deutlich wie nie: am Ende lag der SCM mit 64:4 Zählern (nach nur zwei Remis gegen Erlangen und Kiel und einer Niederlage gegen den THW) neun Punkte vor dem Vizemeister aus Berlin (55:13). Im Hinspiel, der Premiere von Krickau als Füchse-Coach, setzte sich Magdeburg mit 39:32 im Fuchsbau durch, zuhause folgte ein 35:33-Erfolg.
In den vergangenen sechs Heimspielen in der GETEC-Arena gewann Magdeburg fünfmal, in der Meistersaison 2024/25 setzten sich die Füchse mit 33:30 in Magdeburg durch. In bislang 19 HBL-Duellen beider Teams in der GETEC-Arena gab es neun Berliner Erfolge und acht SCM-Siege, insgesamt heißt es nach 38 Partien nach Siegen 20:13 zugunsten des Hauptstadtklubs.










