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Magdeburg gewinnt Spitzenspiel beim starken TBV Lemgo Lippe

Samstag, 31. Oktober 2026

TBV Lemgo Lippe vs. SC Magdeburg - Game Highlights

Cohen

Zwei Mannschaften, die beide seit fünf Spielen ungeschlagen waren, lieferten sich in der vollen PHOENIX CONTACT Arena ein Spiel auf Augenhöhe. Am Ende setzte sich der SC Magdeburg beim TBV Lemgo Lippe mit 28:31 durch, weil die Gäste ihre Durchbrüche durch die Mitte konsequenter nutzten und in der Schlussphase die Ruhe behielten.

Der entscheidende Unterschied lag in den Eins-gegen-eins-Situationen aus dem Rückraum. 16 ihrer 31 Treffer erzielten die Gäste nach Durchbrüchen, und das bei einer Erfolgsquote von 80 Prozent in diesen Aktionen. Lemgo verteidigte die Zweikämpfe lange mit hohem Aufwand, schaffte es aber nicht oft genug, sie auch zu gewinnen. Hinzu kam, dass die eigentliche Lemgoer Stärke, das Spiel über den Kreis, kaum zum Tragen kam: Nur drei Tore fielen über diese Position.

Herausragend war Omar Ingi Magnusson mit elf Toren, davon drei vom Siebenmeterstrich, flankiert von Gisli Thorgeir Kristjansson mit sieben Treffern. Im Tor wurde Dominik Kuzmanović mit zehn Paraden zum Rückhalt, nachdem er früh ins Spiel gekommen war. Auf der anderen Seite hielt Domenico Ebner mit ebenfalls zehn Paraden seine Mannschaft im Spiel, und Samuel Zehnder war mit sieben Toren, fünf davon per Siebenmeter, der treffsicherste Gastgeber. Insgesamt lagen die Zahlen eng beieinander: Beide Teams verwerteten rund zwei Drittel ihrer Würfe, die technischen Fehler waren ausgeglichen.

Für Magdeburg war es der sechste Pflichtspielsieg in Serie, während die Lemgoer Erfolgsserie endete. Seit Juni 2021 hat der TBV den SC Magdeburg in der Opel Handball-Bundesliga nicht mehr geschlagen. Besondere Note hatte die Partie für Christian O'Sullivan, der zehn Jahre lang für Magdeburg spielte und nun in Lemgos Angriff und Abwehr gegen seinen früheren Verein gefordert war.

Lemgos Antwort nach dem 13:17 und die Entscheidung in den Schlussminuten

Magdeburg kam druckvoll aus der Kabine der Startphase: Nach sechs Minuten hatten beide Teams fünf beziehungsweise sechs Treffer erzielt, eine Parade gab es da noch nicht zu sehen. Die Gäste blieben über die Mitte immer wieder erfolgreich und setzten sich bis zum 13:17 ab.
Dann kippte die Partie. Lemgo verteidigte aggressiver, nahm die Zweikämpfe früher an und profitierte von Magdeburger Ballverlusten. Mehr als vier Minuten blieben die Gäste ohne Torerfolg, der TBV kam Tor um Tor heran und ging mit einem 16:17 in die Pause. Dass es ein Spiel auf Augenhöhe ist, war aus Lemgoer Sicht die Botschaft dieser ersten 30 Minuten.
Auch nach dem Seitenwechsel wiederholte sich das Muster. Magdeburg baute die Führung mehrfach auf vier Tore aus, Lemgo arbeitete sich mit einem geduldig gespielten Sieben-gegen-Sechs und einem stabilen Innenblock immer wieder heran, zuletzt bis auf 26:28 nach rund 51 Minuten. Kristjansson beschrieb das nach der Partie treffend: „Lemgo gefällt mir einfach so sehr, weil die hören nicht auf. Ich weiß nicht, wie oft wir mit vier Toren vorne liegen, aber dann zeigen sie ihre Stärke und kommen immer zurück.“
Die Entscheidung fiel in einer Phase, in der beide Teams vom Strich scheiterten. Zuerst parierte Ebner einen Siebenmeter von Magnusson, kurz darauf hielt Kuzmanović den Versuch von Zehnder. Statt des Anschlusses folgte Felix Claars Treffer zum 27:30, und auch die anschließende Überzahlphase brachte dem TBV nicht mehr den nötigen Ertrag. Auch in der zweiten Halbzeit geben wir ihnen immer diese zwei, drei Tore Sicherheit. Dann wird es hinten raus schwer, und man ist darauf angewiesen, ohne Fehler zu spielen, sagte Florian Kehrmann und ergänzte: „Ich mache meiner Mannschaft ein großes Kompliment. Wir haben alles reingepackt, und es war ein toller Fight.“
Auch die Gäste ordneten den Erfolg entsprechend ein. „Es war extrem hart. Wir mussten uns über die 60 Minuten kämpfen, und ich bin überglücklich, dass wir mit zwei Punkten aus diesem Spiel kommen. Lemgo ist eine fantastische Mannschaft“, sagte Claar, der fünf Treffer beisteuerte.
Nun folgt die Länderspielpause. Der TBV Lemgo Lippe ist am Samstag, 14. November 2026, auswärts bei den Rhein-Neckar Löwen gefordert, der SC Magdeburg empfängt einen Tag später, am Sonntag, 15. November 2026, die SG Flensburg-Handewitt.

Die Statistiken zum Spiel

TBV Lemgo Lippe - SC Magdeburg 28:31 (16:17)

TBV Lemgo Lippe: Ebner (10 Paraden), Möstl (1 Paraden); Zehnder 7/5, Hutecek 5, Rubin 3, Versteijnen 3, Wanner 3, Wagner 3, O'Sullivan 2, Theilinger 1, Willecke 1, Carstensen, Valkovskis, Schagen, Nyfjäll

SC Magdeburg: Kuzmanović (10 Paraden), Mandić (1 Paraden); Magnusson 11/3, Kristjansson 7, Claar 5, Pettersson 3, Musche 2, Saugstrup 1, Serradilla 1, Weber, Rasmussen, Bergendahl, Elze, Mertens, Jónsson, Lagergren

Topspieler: Samuel Zehnder (HPI 86) / Omar Ingi Magnusson (HPI 81)
Zeitstrafen: 5 / 3

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