Magdeburg gewinnt Spitzenspiel beim starken TBV Lemgo Lippe
TBV Lemgo Lippe vs. SC Magdeburg - Game Highlights
Cohen
Zwei Mannschaften, die beide seit fünf Spielen ungeschlagen waren, lieferten sich in der vollen PHOENIX CONTACT Arena ein Spiel auf Augenhöhe. Am Ende setzte sich der SC Magdeburg beim TBV Lemgo Lippe mit 28:31 durch, weil die Gäste ihre Durchbrüche durch die Mitte konsequenter nutzten und in der Schlussphase die Ruhe behielten.
Der entscheidende Unterschied lag in den Eins-gegen-eins-Situationen aus dem Rückraum. 16 ihrer 31 Treffer erzielten die Gäste nach Durchbrüchen, und das bei einer Erfolgsquote von 80 Prozent in diesen Aktionen. Lemgo verteidigte die Zweikämpfe lange mit hohem Aufwand, schaffte es aber nicht oft genug, sie auch zu gewinnen. Hinzu kam, dass die eigentliche Lemgoer Stärke, das Spiel über den Kreis, kaum zum Tragen kam: Nur drei Tore fielen über diese Position.
Herausragend war Omar Ingi Magnusson mit elf Toren, davon drei vom Siebenmeterstrich, flankiert von Gisli Thorgeir Kristjansson mit sieben Treffern. Im Tor wurde Dominik Kuzmanović mit zehn Paraden zum Rückhalt, nachdem er früh ins Spiel gekommen war. Auf der anderen Seite hielt Domenico Ebner mit ebenfalls zehn Paraden seine Mannschaft im Spiel, und Samuel Zehnder war mit sieben Toren, fünf davon per Siebenmeter, der treffsicherste Gastgeber. Insgesamt lagen die Zahlen eng beieinander: Beide Teams verwerteten rund zwei Drittel ihrer Würfe, die technischen Fehler waren ausgeglichen.
Für Magdeburg war es der sechste Pflichtspielsieg in Serie, während die Lemgoer Erfolgsserie endete. Seit Juni 2021 hat der TBV den SC Magdeburg in der Opel Handball-Bundesliga nicht mehr geschlagen. Besondere Note hatte die Partie für Christian O'Sullivan, der zehn Jahre lang für Magdeburg spielte und nun in Lemgos Angriff und Abwehr gegen seinen früheren Verein gefordert war.
Lemgos Antwort nach dem 13:17 und die Entscheidung in den Schlussminuten
Die Statistiken zum Spiel
TBV Lemgo Lippe: Ebner (10 Paraden), Möstl (1 Paraden); Zehnder 7/5, Hutecek 5, Rubin 3, Versteijnen 3, Wanner 3, Wagner 3, O'Sullivan 2, Theilinger 1, Willecke 1, Carstensen, Valkovskis, Schagen, Nyfjäll
SC Magdeburg: Kuzmanović (10 Paraden), Mandić (1 Paraden); Magnusson 11/3, Kristjansson 7, Claar 5, Pettersson 3, Musche 2, Saugstrup 1, Serradilla 1, Weber, Rasmussen, Bergendahl, Elze, Mertens, Jónsson, Lagergren
Topspieler: Samuel Zehnder (HPI 86) / Omar Ingi Magnusson (HPI 81)
Zeitstrafen: 5 / 3
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