HBL
Neuer Modus, mehr Teams: Trio aus der Opel HBL startet in die EHF Champions League

Foto: Klahn
In dieser Woche beginnt auch in der EHF Champions League die neue Saison. Während die MT Melsungen als amtierender European-League-Sieger erstmals in der Königsklasse startet, gehören der SC Magdeburg und die Füchse Berlin wieder zum Favoritenkreis. HBL-Medienpartner Dyn zeigt wieder alle Partien mit deutscher Beteiligung – und noch einige mehr.
Ein Opel HBL-Trio mit hohen Zielen: Zum ersten Mal seit der Saison 2017/18 gehen wieder drei deutsche Mannschaften in der EHF Champions League an den Start. Denn ab der am Mittwoch beginnenden Spielzeit 2026/27 gehen 24 statt wie bisher 16 Mannschaften in der Königsklasse an den Start, darunter das Trio aus der Opel Handball-Bundesliga mit Meister SC Magdeburg, Vizemeister Füchse Berlin und dem European League-Sieger MT Melsungen.
Mit einem neuen Modus stehen für die 24 Teilnehmer nun nicht mehr 14 Gruppenspiele, sondern nur noch sechs Partien in der ersten Phase auf dem Programm, gestartet wird in acht Vierergruppen.
Spannende Gruppen für Füchse, MT und SCM
Pokalsieger Füchse Berlin trifft in der Gruppe A auf Ungarns Topteam One Veszprem HC, den portugiesischen Vizemeister FC Porto und Serbiens Champion Partizan Belgrad, dem ersten Gegner am Donnerstag. „Das ist eine Hammer-Gruppe. Für die Fans ist es wohl das Attraktivste, was hätte ausgelost werden können. Sollten wir uns für die Hauptrunde qualifizieren, warten Teams wie Paris oder Aalborg“, sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. „Es ist natürlich kein einfaches Los, Veszprem schon in der Gruppenphase zu bekommen“, sagt Trainer Nicolej Krickau, dessen Team sich gegen die Ungarn im Viertelfinale der Vorsaison erst nach Siebenmeterwerfen für das Finalturnier in Köln qualifiziert hatte.
Die MT Melsungen startet in der absolut ausgeglichenen Gruppe B mit dem französischen Vizemeister HBC Nantes, Polens Vizemeister Wisla Plock und Vardar Skopje. Gegen den mazedonischen Meister bestreiten die Nordhessen am Donnerstag das erste Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte. „Für die MT wird diese internationale Saison eine ganz spezielle. Jeder im Verein hat eine unglaubliche Vorfreude auf die Champions League und den Start gegen Vardar. Persönlich freue ich mich natürlich auf die Rückkehr in die Königsklasse“, sagt Neuzugang Johannes Golla, der mit der SG Flensburg-Handewitt schon mehrere Saisons in der Königsklasse absolvierte.
Der SC Magdeburg spielt in Gruppe F gegen den 2016er CL-Sieger Industria Kielce (mit Ex-Füchse-Torwart Dejan Milosavljev), den norwegischen Meister Kolstad Handball und den vom früheren Bundesliga-Star Andy Schmid trainierten Schweizer Meister HC Kriens-Luzern. „Wir sind froh, dass es wieder losgeht und dass wir wieder dabei sind. Die Qualifikation für die Champions League bekommt man nicht geschenkt, die ist jedes Jahr hart erarbeitet. Wir haben eine tolle Gruppe erwischt. Unser Ziel ist natürlich wieder, bis zum Ende dabei zu sein“, sagt SCM-Trainer Bennet Wiegert, dessen Team von 2023 bis 2026 viermal in Folge in Köln am Start war und die Trophäe 2023 und 2025 auch gewann. Zum Start geht es gegen Kolstad.
Die Gruppenphase wird an sechs Spieltagen vom 9. September bis 29. Oktober ausgespielt, danach trennt sich die Spreu vom Weizen: die Mannschaften auf den Plätzen eins und zwei ziehen in die Hauptrunde ein, die übrigen zwölf Teams setzen ihre internationale Saison in den Play-offs der European League fort. In der Hauptrunde treffen ab dem 18. November jeweils die Teams aus den Gruppen A, B und C sowie D, E und F an vier Spieltagen aufeinander. Kommen die MT und die Füchse weiter, käme es in der Hauptrunde zum Duell dieser beiden Teams. Der SCM bekäme es unter anderem mit Titelverteidiger Barcelona zu tun.
Die jeweils ersten vier Teams beider Hauptrundengruppen spielen überkreuz (Erster gegen Vierter, Zweiter gegen Dritter) in den Viertelfinals gegeneinander, die vier Sieger qualifizieren sich fürs EHF FINAL4 in Köln am 12./13. Juni. Die Mannschaften auf den fünften Plätzen nach der Hauptrunde ziehen in die Achtelfinals der European League ein.
15 Nationen vertreten – Dyn mit umfassendem Live-Angebot
Insgesamt kommen die 24 Mannschaften aus 15 Ländern. Neben Deutschland stellen auch Frankreich und Dänemark drei Mannschaften, je zwei Teams kommen aus Ungarn, Polen und Portugal. Sieben Champions-League-Sieger stehen unter den 24 Teilnehmern: Barcelona (12 Titel), Magdeburg (3), Montpellier (2), Vardar Skopje (2), Celje und Kielce (je 1). Erfolgreichster Titelsammler ist der frühere Recken-Coach Carlos Ortega, der mit Barcelona sechsmal als Spieler und dreimal als Trainer die Trophäe gewann.
Auch wenn einige neue Klubs am Start sind, hat sich am Favoritenfeld nicht viel geändert: Obwohl Emil Nielsen (nach Veszprem) und Domen Makuc (nach Kiel) den Klub verlassen haben, bleibt der FC Barcelona ganz oben auf der Favoritenliste. Dank Superstar Nielsen hofft Veszprem nach vierjähriger Abstinenz wieder auf das Ticket zum Finalturnier in Köln. Und auch die Chancen des Trios aus der Opel HBL auf das Finalturnier stehen nicht schlecht.
HBL-Medienpartner Dyn ist auch in der Königsklasse der übertragende Sender. Und in diesem Jahr zeigt der Streaming-Dienst nicht nur alle Partien mit deutscher Beteiligung, sondern auch alle Spiele von Kriens-Luzern, von Juri Knorrs Klub aus Aalborg sowie weitere ausgewählte Topspiele und ab dem Viertelfinale alle Partien.










