HBL
Norlyk dreht auf: Hamburg feiert gegen kämpferisches Wetzlar den ersten Saisonsieg
Handball Club Hamburg vs. HSG Wetzlar - Game Highlights
Foto: Huter
Im Duell zweier noch siegloser Teams hat der Handball Club Hamburg das bessere Ende für sich behalten und die HSG Wetzlar mit 37:32 bezwungen. Getragen von einem starken Oliver Norlyk verschafften sich die Gastgeber nach langer Zeit endlich das ersehnte Erfolgserlebnis, während Wetzlar in der Schlussphase entscheidend die Kontrolle verlor.
Der Schlüssel zum Hamburger Erfolg lag weniger in der Defensive als in der Effizienz des eigenen Angriffs. Die Gastgeber warfen eine Quote von rund 67 Prozent und leisteten sich über die gesamte Partie nur sechs technische Fehler. Dem gegenüber standen 14 technische Fehler der HSG Wetzlar, und gerade in der entscheidenden Phase kosteten diese Ballverluste die Gäste den möglichen Ausgleich.
Bemerkenswert ist, dass Hamburg gewann, obwohl der Torhütervergleich klar für die Gäste sprach. Bart Ravensbergen kam auf 13 Paraden und hielt seine Mannschaft über weite Strecken im Spiel, während die Hamburger Schlussleute Robin Paulsen Haug und Leon Nowottny zusammen nur sieben Bälle entschärften. Dass der HCH diesen Nachteil ausglich, lag vor allem an seiner Durchschlagskraft aus dem Rückraum und über den Kreis.
Herausragender Mann war Oliver Norlyk, der neun Treffer erzielte und sogar den HPI 100 knackte. In der zweiten Halbzeit trug er sein Team phasenweise nahezu im Alleingang. Kapitän Elias Kofler steuerte sechs Tore und neun Assists bei, stellte damit seine persönliche Bestmarke im Hamburger Trikot ein und war zentraler Taktgeber im Angriff. Auf Seiten der Gäste ragte Niklas Theiss mit elf Toren heraus (HPI 97), auch er egalisierte seinen persönlichen HBL-Torrekord.
Ein Spiel in Phasen und eine entscheidende Schlussviertelstunde
Wetzlar erwischte den besseren Start und zog früh auf 0:3 davon. Doch Hamburg fing sich schnell, arbeitete sich über das eigene Tempospiel heran und drehte die Partie bis zur 15. Minute zur ersten eigenen Führung. Fortan blieb es eine Begegnung in Wellen: Beide Teams fanden offensiv Lösungen, taten sich in der Abwehr aber schwer. Zur Pause lag Wetzlar durch einen Treffer kurz vor der Sirene mit 16:17 knapp vorn.
Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein enges Ringen. Hamburg kam schwungvoll aus der Kabine, Norlyk übernahm nun die Verantwortung im Rückraum und erzielte in den ersten Minuten der zweiten Hälfte einen Treffer nach dem anderen. Dennoch blieb die HSG dank Ravensbergen und Theiss hartnäckig dran und glich beim 23:23 sowie beim 30:30 immer wieder aus.
Die Entscheidung fiel in der Schlussphase. Rund sechseinhalb Minuten vor dem Ende ließ Hamburg nur noch einen einzigen Gegentreffer zu, während Wetzlar im eigenen Angriff die Nerven verlor. Vor allem im Angriff mit einem zusätzlichen Feldspieler leisteten sich die Gäste folgenschwere Fehler. Dominik Mappes fasste es nach dem Spiel nüchtern zusammen: "Wir machen im Sieben-gegen-Sechs zwei technische Fehler, die niemals passieren dürfen. Da werfen wir zwei Bälle ins Leere und geben so das Spiel her."
Aus einem offenen Spiel wurde so ein am Ende deutlicher 37:32-Heimsieg. Kofler beschrieb die Erleichterung im Anschluss: "Wir haben in den ersten Spielen schon gezeigt, dass wir richtig guten Handball spielen können, es aber in den letzten zehn Minuten nie geschafft, das auf unsere Seite zu drehen. Dass wir das heute vor den eigenen Fans hinbekommen haben, ist wirklich wichtig."
In der Tabelle zahlt sich der Erfolg unmittelbar aus: Hamburg klettert mit nun 3:9 Punkten auf Rang 15 und lässt die HSG Wetzlar hinter sich. Die Gäste bleiben mit 1:11 Punkten auf Rang 17 und weiter ohne Sieg.
Weiter geht es für beide Teams in der kommenden Woche. Der Handball Club Hamburg tritt am Donnerstag, 1. Oktober, beim TBV Lemgo Lippe an. Die HSG Wetzlar empfängt am Freitag, 2. Oktober, die Rhein-Neckar Löwen.
Die Statistiken zum Spiel
Handball Club Hamburg - HSG Wetzlar 37:32 (16:17)
Handball Club Hamburg: Haug (5 Paraden), Nowottny (2 Paraden); Norlyk 9, Andersen 7/1, Kofler 6, Jørgensen 4/1, Geenen 4, Hovde 3, Beyer 3/1, Schmidt 1, Gadza, Daling, Unbehaun, Olafsson, Axmann, Hadzic
HSG Wetzlar: Ravensbergen (13 Paraden), Pantel; Theiss 11, Læsø 4, Soler 4, Kompenhans 3, Kirschner 3/1, Mappes 2, Simic 2, Pehlivan 1, Piroch 1, Øverby, Löwen, Akakpo, Nafea
Topspieler: Oliver Norlyk (HPI 100) / Niklas Theiss (HPI 97)
Zuschauer: 2403 (Sporthalle Hamburg)
Zeitstrafen: 1 / 3
Handball Club Hamburg: Haug (5 Paraden), Nowottny (2 Paraden); Norlyk 9, Andersen 7/1, Kofler 6, Jørgensen 4/1, Geenen 4, Hovde 3, Beyer 3/1, Schmidt 1, Gadza, Daling, Unbehaun, Olafsson, Axmann, Hadzic
HSG Wetzlar: Ravensbergen (13 Paraden), Pantel; Theiss 11, Læsø 4, Soler 4, Kompenhans 3, Kirschner 3/1, Mappes 2, Simic 2, Pehlivan 1, Piroch 1, Øverby, Löwen, Akakpo, Nafea
Topspieler: Oliver Norlyk (HPI 100) / Niklas Theiss (HPI 97)
Zuschauer: 2403 (Sporthalle Hamburg)
Zeitstrafen: 1 / 3
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