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Hannover bleibt durch Sieg im Nordderby gegen Hamburg weiter ungeschlagen

Samstag, 5. September 2026

TSV Hannover-Burgdorf vs. Handball Club Hamburg - Game Highlights

Foto: Guenther

Die TSV Hannover-Burgdorf hat einen packenden Krimi gegen den Handball Club Hamburg knapp für sich entschieden. August Pedersen sorgte mit dem entscheidenden Siebenmeter wenige Sekunden vor dem Ende zum 30:28-Endstand dafür, dass die Recken auch im dritten Spiel der Saison ungeschlagen blieben. Die Niedersachen klettern damit zumindest vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz.

Das Nordderby zwischen Hannover und Hamburg bot genau das Spektakel, was es zuvor versprochen hatte: ein Duell auf Augenhöhe, in dem keine Führung Bestand hatte und beide Teams sich reihenweise technische Fehler leisteten. Am Ende setzte sich die Mannschaft von Trainer Juan Carlos Pastor, weil sie in den entscheidenden Momenten kühler blieb und ihre Umschaltmomente konsequenter nutzte.
Entscheidend war die Mischung aus einer über weite Strecken aggressiven Abwehr und der Effizienz aus dem Tempospiel. Sieben Gegenstöße verwandelte Hannover, ohne einen einzigen zu vergeben. Dazu kam das bewährte Mittel der Schlussphase: Im Angriff erarbeiteten sich die Recken mit dem siebten Feldspieler die nötigen Chancen, um das knappe Spiel über die Ziellinie zu bringen.
Prägend im Angriff der Gastgeber war Justus Fischer, der in Halbzeit eins vier seiner insgesamt fünf Treffer erzielte und die frühe Aufholjagd anführte. Wurfstärkster Schütze war Vilhelm Poulsen mit sechs Toren. Auf Hamburger Seite ragte Nicolaj Jørgensen mit acht Treffern heraus, während Torhüter Robin Paulsen Haug mit sieben Paraden lange dafür sorgte, dass die Gäste im Rennen blieben.
Am Ende fehlte den Hanseaten die Konstanz im Angriff. Zu viele Ballverluste in Schlüsselphasen bescherten Hannover jene einfachen Tore, die den Unterschied ausmachten.
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Ein Spiel ohne sichere Führung

Der Beginn gehörte den Gästen. Hamburg zog auf 0:3 davon, während Hannover fünfeinhalb Minuten ohne eigenen Treffer blieb. Doch dann kippte die Anfangsphase komplett: Angeführt von Fischer und mit gewonnenen Bällen im Rücken drehten die Recken die Partie und setzten sich beim 8:4 erstmals deutlicher ab.
Wirklich absetzen konnte sich aber keine Mannschaft. Hamburg kam über sein Tempospiel immer wieder zurück, glich zum 9:9 aus und ging phasenweise sogar selbst in Führung. Zur Pause stand es 15:14 für die Gastgeber, ein Spiegelbild einer Halbzeit mit hoher Intensität und beidseitigen Fehlern.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein offener Schlagabtausch. Beim 25:25 war die Partie erneut völlig ausgeglichen, ehe Hannover in der Schlussviertelstunde die entscheidenden Nadelstiche setzte. Ein gehaltener Siebenmeter von Joel Birlehm gegen Jørgensen und konsequent genutzte Umschaltmomente brachten die knappe Führung. Beim 29:27 durch Daniel Weber schien die Vorentscheidung nah, doch Hamburg kämpfte sich noch einmal heran.
In einer hochdramatischen Schlussphase, in der beide Teams zeitweise mit sieben Feldspielern agierten, blieben die Gastgeber nervenstärker. Den Schlusspunkt setzte Pedersen mit seinem Treffer vom Siebenmeterpunkt zum 30:28. Marian Michalczik ordnete den Auftakt später nüchtern ein: "Ich glaube, 5:1 Punkte, das hätten wir vor der Woche unterschrieben, und deswegen sind wir jetzt sehr happy." Zum wiederkehrenden Erfolgsrezept sagte er: "Scheinbar gelingt uns das jetzt in den ersten drei Spielen immer in der Schlussviertelstunde ganz gut."
Bei den Gästen überwog die Enttäuschung über die verpasste Belohnung. Leon Nowottny resümierte: "Handballerisch war es ein Rennen, das Kopf an Kopf ging."
Mit dem Sieg und 5:1 Punkten klettert Hannover-Burgdorf von Rang sechs auf Platz zwei, wenn auch nur nach vorläufigem Stand am dritten Spieltag. Für die Recken geht es bereits am Samstag, 12. September, auswärts beim THW Kiel weiter. Hamburg hat einen Tag länger Zeit und empfängt am Sonntag, 13. September, FRISCH AUF! Göppingen.

Die Statistiken zum Spiel

TSV Hannover-Burgdorf - Handball Club Hamburg 30:28 (15:14)

TSV Hannover-Burgdorf: Gade (4 Paraden), Birlehm (3 Paraden); Poulsen 6, Fischer 5, Uscins 4, Tissier 4, Pedersen 4/1, Edvardsson 2, Weber 2, Heymann 1, Michalczik 1, Stutzke 1, Zechel, Fielitz, Dietzsch

Handball Club Hamburg: Haug (7 Paraden), Nowottny (1 Paraden); Jørgensen 8, Norlyk 4, Sauter 4, Hovde 4, Andersen 3/1, Kofler 2, Gadza 2, Beyer 1, Jansen, Daling, Groß, Unbehaun, Geenen, Schmidt, Olafsson, Axmann

Topspieler: Justus Fischer (HPI 100) / Martin Hovde (HPI 85)
Zuschauer: 6000 (ZAG Arena)
Zeitstrafen: 1 / 2

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