HBL
Pérez de Vargas pariert entscheidenden Wurf: Kiel gewinnt in Eisenach
ThSV Eisenach vs. THW Kiel - Game Highlights
Foto: Heilwagen
Der THW Kiel hat beim ThSV Eisenach eine hitzige Partie mit 28:27 für sich entschieden und bleibt weiterhin ohne Punktverlust in der Opel HBL. Nach zuletzt zwei Remis gegen die Thüringer setzte sich der Rekordmeister diesmal in der Schlussphase durch, auch dank einer starken Vorstellung von Torhüter Gonzalo Pérez de Vargas.
Kiel gewann dieses Spiel nicht über spielerische Überlegenheit, sondern über Nervenstärke und die Qualität auf den entscheidenden Positionen. Beide Teams trennte am Ende nur ein Tor, und die Statistik unterstreicht die Ausgeglichenheit: 28 Kieler Treffer bei einer Wurfquote von rund 62 Prozent standen 27 Eisenacher Toren gegenüber, bei knapp 63 Prozent.
Der wichtigste Faktor stand im Kieler Tor. Perez de Vargas kam auf zehn Paraden, hielt mehrfach in Drucksituationen und parierte auch den letzten Wurf der Partie, als Eisenach wenige Sekunden vor Schluss den Ausgleich suchte. Dazu übernahm Lukas Zerbe mit sechs Treffern in der Offensive Verantwortung.
Eisenach hielt vor allem über die Emotionen in der eigenen Halle und über die Variabilität im Angriff dagegen. Felix Aellen war mit sechs Toren erfolgreichster Werfer der Gastgeber, fünf davon vom Siebenmeterstrich. Dass der THW dennoch als Sieger vom Feld ging, lag an der Effizienz in der Schlussphase und der Souveränität im entscheidenden Moment.
Ein Abnutzungskampf mit später Entscheidung
Die Werner-Assmann-Halle war von der ersten Minute an ein schwieriges Pflaster für den Favoriten. Kiel legte zwar vor und führte mehrfach mit drei Toren, unter anderem beim 5:8 und 7:10, doch Eisenach ließ sich nicht abschütteln. Ein 4:0-Lauf drehte die Partie erstmals, und beim Ausgleich zum 10:10 war die Halle endgültig entfacht. Zur Pause stand es 14:14.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein enges, kampfbetontes Spiel. Eisenach ging in der zweiten Hälfte in Führung und setzte sich bis auf drei Tore ab, angetrieben von einem lautstarken Publikum und einer aktiven Abwehr, die an der Neun-Meter-Linie immer wieder offensiv attackierte. Harald Reinkind beschrieb das Spiel zur Pause folgend: "Solange das fair ist auf beiden Seiten, dann macht das auch Spaß, ein bisschen zu kämpfen."
In der Schlussviertelstunde zeigte Kiel dann seine Erfahrung. Über Tempogegenstöße, Aktionen von Rasmus Ankermann und die Treffsicherheit von Zerbe kämpfte sich der THW zurück und übernahm beim 23:24 wieder die Führung. Eisenach glich zwar noch einmal zum 27:27 durch Vukasin Antonijevic aus, doch Emil Wernsdorf Madsen stellte mit dem 27:28 den Endstand her. Den letzten Eisenacher Wurf entschärfte Perez de Vargas.
Kiels Trainer Børge Lund sah nach dem Abpfiff vor allem die klaren Entscheidungen in der entscheidenden Phase als Schlüssel: "Zum Glück haben wir die richtigen und guten Entscheidungen am Ende getroffen."
Mit dem Erfolg zieht der THW Kiel an der SG Flensburg-Handewitt vorbei und führt die Tabelle mit 10:0 Punkten an. Eisenach bleibt bei 3:7 Punkten und rutscht trotz einer starken Leistung um einen Platz auf Rang 14 ab, da die punktgleiche Konkurrenz nachzog. Weiter geht es für die Thüringer am Montag, 28. September, beim HC Erlangen. Kiel empfängt bereits am Samstag, 26. September, im Nordderby die SG Flensburg-Handewitt.
Die Statistiken zum Spiel
ThSV Eisenach - THW Kiel 27:28 (14:14)
ThSV Eisenach: Spikic (6 Paraden), Grupe (2 Paraden); Aellen 6/5, Walz 4, Attenhofer 3, Solak 3, Móré 3, Joelsson 2, Scholtes 2, Leu 2, Seitz 1, Antonijevic 1, Ende, Kurch, Schneibel, Montebovi
THW Kiel: Vargas (10 Paraden), Wolff; Zerbe 6/1, Reinkind 4, Skipagøtu 3, Madsen 3, Köster 2, Nacinovic 2, Dahmke 2, Ankermann 2, Makuc 1, Büchner 1, Pekeler 1, Johansson 1, Faust, Duvnjak
Topspieler: David Móré (HPI 76) / Lukas Zerbe (HPI 84)
Zeitstrafen: 4 / 4
Zuschauer: 2850 (Werner-Assmann Halle)
ThSV Eisenach: Spikic (6 Paraden), Grupe (2 Paraden); Aellen 6/5, Walz 4, Attenhofer 3, Solak 3, Móré 3, Joelsson 2, Scholtes 2, Leu 2, Seitz 1, Antonijevic 1, Ende, Kurch, Schneibel, Montebovi
THW Kiel: Vargas (10 Paraden), Wolff; Zerbe 6/1, Reinkind 4, Skipagøtu 3, Madsen 3, Köster 2, Nacinovic 2, Dahmke 2, Ankermann 2, Makuc 1, Büchner 1, Pekeler 1, Johansson 1, Faust, Duvnjak
Topspieler: David Móré (HPI 76) / Lukas Zerbe (HPI 84)
Zeitstrafen: 4 / 4
Zuschauer: 2850 (Werner-Assmann Halle)
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