Rubens Pierre mit 13 Paraden: Erlangen gewinnt bei der HSG Wetzlar

Foto: Vogler
Der HC Erlangen hat seine starke Saison in Mittelhessen fortgesetzt und bei der HSG Wetzlar mit 34:30 gewonnen. Rubens Pierre entschärfte im Tor der Gäste 13 Würfe, vorne blieb Sebastian Firnhaber mit sieben Treffern ohne Fehlwurf. Die Gastgeber bleiben dagegen weiter ohne Sieg.
Rasanter Beginn, dann zog Erlangen davon
Die Partie begann mit hohem Tempo und vielen Treffern auf beiden Seiten. Bis zur 18. Minute trennten die Teams nie mehr als ein Tor, beim 8:8 nahm Runar Sigtryggsson die erste Auszeit. Kurz danach setzte sich Erlangen erstmals deutlicher ab: Über das Spiel am Kreis und schnelle Abschlüsse aus dem Rückraum wuchs der Vorsprung auf drei Tore, mit 14:17 ging es in die Pause.
Die Gastgeber hatten sich zu diesem Zeitpunkt vor allem an eigenen Fehlwürfen aufgehalten. Paul Kompenhans fasste es zur Halbzeit so zusammen: Ich glaube, wir machen ein paar zu viele Fehlabschlüsse. Wir haben vielleicht auch nicht das Quäntchen Glück auf unserer Seite im ersten Durchgang. Wenn wir das im zweiten Durchgang auf unsere Seite ziehen können, können wir das Spiel auf jeden Fall gewinnen.
Sebastian Firnhaber mahnte in der Pause bei den Gästen: Wir müssen die Intensität hochhalten. Die Halle macht ordentlich Druck, Wetzlar ist ordentlich aggressiv, aber wir sind perfekt darauf eingestellt.
Die entscheidende Phase folgte direkt nach dem Seitenwechsel. Zwei Zeitstrafen kurz vor der Pause zwangen Wetzlar, die zweite Halbzeit in doppelter Unterzahl zu beginnen, und Erlangen nutzte das umgehend. Zwischen der 31. und der 46. Minute gaben die Gäste den Ton an, zogen über 17:22 und 18:24 auf 20:29 davon und hatten damit den höchsten Vorsprung des Abends auf der Anzeigetafel. Pierre hielt in dieser Phase auch freie Gegenstöße, die Angriffe der Gastgeber endeten zu oft ohne Torerfolg.
In den Schlussminuten verkürzte Wetzlar noch, auch weil Theiss das Tempospiel ankurbelte und Soler vom Siebenmeterstrich sicher blieb. Am Ergebnis änderte das nichts mehr: Erlangen verwaltete die Führung souverän und gewann 30:34. Theiss suchte die Erklärung für die Lage seines Teams nicht in den Ausfällen: Wir kommen einfach immer nicht gut in die Partien rein, wir laufen immer schnell einem Rückstand hinterher. Durch das letzte Jahr und auch durch die letzten Wochen sind wir natürlich nicht bei vollem Selbstvertrauen.
Nach einer kurzen Pause im Spielplan wartet auf Erlangen am Samstag, 24. Oktober, das Heimspiel gegen den THW Kiel. Die HSG Wetzlar ist einen Tag später, am Sonntag, 25. Oktober, bei den Füchsen Berlin gefordert.
Die Statistiken zum Spiel
HSG Wetzlar: Bartucz (3 Paraden), Ravensbergen (3 Paraden), Pantel; Theiss 9, Soler 6/3, Piroch 3, Kompenhans 3, Simic 3, Mappes 2, Akakpo 2, Læsø 1, Nafea 1, Kirschner, Øverby, Löwen, Mraz
HC Erlangen: Pierre (13 Paraden), Ghedbane (1 Paraden), Herceg; Firnhaber 7, Kristjánsson 5/4, Nissen 5, Bandlow 4/2, Øverjordet 3, Bialowas 3, Gebala 3, Maldonado 2, Gömmel 1, Lochman 1, Bissel, Buck, Steinert
Topspieler: Niklas Theiss / Sebastian Firnhaber
Zeitstrafen: 6 / 3
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