HBL
Simon Möller wird zum Rückhalt: Flensburg kämpft gegen ein bärenstarkes Eisenach
SG Flensburg-Handewitt vs. ThSV Eisenach - Game Highlights
Foto: Anderson-Jensen
Die SG Flensburg-Handewitt hat ihren Saisonauftakt in der Opel Handball-Bundesliga gewonnen, musste sich beim 33:31 (20:18) gegen den ThSV Eisenach aber mächtig strecken. In einer über weite Strecken offenen Partie lag der Favorit in der zweiten Hälfte sogar zurück, ehe eine starke Schlussphase und die eingewechselte Torhüterleistung von Simon Möller den Ausschlag gaben.
Am Ende trennten die beiden Teams nur zwei Tore, doch das Ergebnis spiegelt die Dramatik der Partie kaum wider. Flensburg brachte die zwei Punkte vor allem dank seiner überragenden Wurfeffizienz und einem entscheidenden Schlussspurt über die Ziellinie, während Eisenach über weite Strecken mutig dagegenhielt und den Titelaspiranten früh forderte.
Prägend auf Flensburger Seite war Simon Pytlick, der mit sieben Toren bester Werfer der Partie war und zudem als Antreiber im Rückraum auffiel. Ihm zur Seite stand Aymeric Minne, der bei seinem Pflichtspieldebüt in der Liga sechs Treffer beisteuerte und die Angriffsmaschine der Gastgeber immer wieder in Gang setzte. Kapitän Emil Bergholt lieferte mit fünf Toren bei hoher Quote und viel Präsenz in der Abwehr einen kämpferischen Einstand in seiner neuen Rolle.
Bei Eisenach ragten Gian Attenhofer und Elias Scholtes mit je fünf Treffern heraus. Attenhofer verwandelte all seine Versuche und war damit ein verlässlicher Faktor über den rechten Flügel, während der Neuzugang Scholtes mit seinen Würfen aus dem Rückraum wichtige Akzente setzte. Getragen wurde der Auftritt der Gäste jedoch von einem geschlossenen Mannschaftsverbund und einer bemerkenswerten Emotionalität.
Die entscheidende Zäsur lieferte der Torwartwechsel bei der SG: Simon Möller kam beim Stand von 24:24 in die Partie und parierte in der Schlussphase fünfmal. Genau in der Phase, in der Eisenach das Spiel drehte, fand Flensburg über seinen Rückhalt zurück in die Spur.
Ein Abnutzungskampf mit später Wende
Flensburg erwischte den besseren Start und setzte sich über konsequentes Tempospiel früh auf 6:3 ab. Die erste Halbzeit war von einer außergewöhnlichen Torflut geprägt: 38 Treffer fielen bis zur Pause, wobei die SG ihre hohe Wurfquote als schärfste Waffe nutzte. Eisenach, das anfangs noch Zugriffsprobleme hatte, stellte sich zunehmend auf das Angriffsspiel der Gastgeber ein und blieb dank ansehnlicher Offensivaktionen stets in Schlagdistanz. Zur Pause führte Flensburg mit 20:18.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Momentum. Eisenach passte seine Deckung an, verteidigte höher und kam so besser in die Zweikämpfe. Die Gäste drehten die Partie und gingen durch Vukasin Antonijevic bis auf 28:30 in Führung. In dieser Phase blieb Flensburg über mehrere Minuten ohne Torerfolg und geriet unter Druck.
Doch mit dem Wechsel im Tor fand die SG Halt. Beim 30:30 durch Marko Grgić glich Flensburg aus, ehe die Gastgeber die Partie in der Schlussphase kontrollierten. Grgić steuerte in dieser Phase wichtige Treffer bei, Emil Jakobsen verwertete seine Siebenmeter sicher, und Simon Möller hielt hinten dicht. Den 33:31-Endstand markierte Pytlick, ein letzter Freiwurf verstrich ungenutzt.
Kapitän Peter Walz zeigte sich nach dem Spiel trotz der Niederlage stolz: "Ich bin einfach unfassbar stolz auf die Mannschaft. Wir haben die Woche so gut gearbeitet und uns fast 60 Minuten an den Matchplan gehalten. Wir sind mit vollem Drang hierhergefahren und haben gesagt, wir haben gar nichts zu verlieren. Flensburg ist klar der Favorit, aber wenn die Tür aufgeht, wollen wir durchgehen."
Bergholt wiederum ordnete den knappen Erfolg selbstkritisch ein und hob den Anteil seines Torhüters hervor: "Wir haben eine schwere Periode in der zweiten Halbzeit gehabt, und Simon Möller hat uns da gut geholfen."
Zufrieden zeigte er sich mit dem Sieg, aber nicht mit der Defensive: "Zufrieden mit zwei Punkten, aber nicht gut genug, denn in der Abwehr waren wir heute nicht so kompakt, wie wir es gerne wollen."
Zufrieden zeigte er sich mit dem Sieg, aber nicht mit der Defensive: "Zufrieden mit zwei Punkten, aber nicht gut genug, denn in der Abwehr waren wir heute nicht so kompakt, wie wir es gerne wollen."
Weiter geht es für Flensburg bereits am Mittwoch, 2. September, auswärts beim Bergischen HC. Eisenach empfängt einen Tag später, am Donnerstag, 3. September, den HBW Balingen-Weilstetten.
Die Statistiken zum Spiel
SG Flensburg-Handewitt - ThSV Eisenach 33:31 (20:18)
SG Flensburg-Handewitt: Möller (5 Paraden), Buric (5 Paraden); Pytlick 7, Minne 6, Jakobsen 5/2, Bergholt 5, Grgić 4, Kirkelokke 3, Møller 1, Arnarsson 1, Horgen 1, Volz, Pods, Novak, Blagotinšek, Pajović
ThSV Eisenach: Spikic (4 Paraden), Grupe (3 Paraden); Scholtes 5, Attenhofer 5, Antonijevic 4, Aellen 4, Solak 3, Walz 3, Seitz 2, Joelsson 2, Móré 2, Montebovi 1/1, Leu, Hinze, Ende, Kurch, Capric
Topspieler: Simon Pytlick (HPI 86) / Gian Attenhofer (HPI 82)
SG Flensburg-Handewitt: Möller (5 Paraden), Buric (5 Paraden); Pytlick 7, Minne 6, Jakobsen 5/2, Bergholt 5, Grgić 4, Kirkelokke 3, Møller 1, Arnarsson 1, Horgen 1, Volz, Pods, Novak, Blagotinšek, Pajović
ThSV Eisenach: Spikic (4 Paraden), Grupe (3 Paraden); Scholtes 5, Attenhofer 5, Antonijevic 4, Aellen 4, Solak 3, Walz 3, Seitz 2, Joelsson 2, Móré 2, Montebovi 1/1, Leu, Hinze, Ende, Kurch, Capric
Topspieler: Simon Pytlick (HPI 86) / Gian Attenhofer (HPI 82)
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