HBL
Kraftakt auf Augenhöhe: Gerechte Punkteteilung zwischen Hamburg und Stuttgart
Handball Club Hamburg vs. TVB Stuttgart - Game Highlights
Foto: Huter
Beim ersten Heimspiel unter neuem Namen trennten sich der Handball Club Hamburg und der TVB Stuttgart in der Barclays Arena 34:34. Nach einer über weite Strecken von den Gästen kontrollierten Partie drehte Hamburg in der Schlussphase auf, doch Kasper Thorsen Lien glich 75 Sekunden vor dem Ende zum Endstand aus. Ein Remis, mit dem am Ende beide Seiten leben konnten.
Es war ein Spiel zweier Halbzeiten mit unterschiedlichem Rhythmus. In den ersten 30 Minuten diktierte Stuttgart über eine bewegliche, hoch verteidigende Abwehr das Geschehen und ging mit einer 14:12-Führung in die Kabine. Nach dem Wechsel fand Hamburg über das Tempospiel und eine stabilere Defensive besser ins Match, glich beim Stand von 24:24 aus und legte erstmals vor.
Die Zuschauer in der Arena erlebten eine wilde Schlussphase, in der die Hausherren auf 27:25 erhöhten und anschließend sogar beim 34:32 noch mit zwei Toren vorne lagen. Doch der TVB blieb in Schlagdistanz und nutzte die letzten Minuten eiskalt zum Ausgleich.
Prägende Figuren auf Hamburger Seite waren Nicolaj Jørgensen und Oliver Norlyk. Jørgensen traf zehnmal und blieb auch in den engen Momenten der Schlussphase präsent, Norlyk steuerte sieben Treffer bei und wurde mit dem Handball Performance Index von 90 zum auffälligsten Akteur des Abends. Bei den Gästen ragten Kai Häfner mit acht Toren, darunter vier sichere Siebenmeter, und Spielmacher Mohamed Amine Darmoul mit ebenfalls acht Treffern heraus.
Ein zentraler Faktor war die technische Fehlerquote. Während Hamburg im zweiten Durchgang sein Repertoire diszipliniert herunterspielte, häuften sich bei Stuttgart die Ballverluste. Genau daraus zog der HCH sein Tempospiel und die Führung. Am Ende fehlte beiden Teams die letzte Konsequenz: Hamburg gab den letzten Angriff wegen zu vieler Pässe im Zeitspiel ab, Stuttgart ließ die allerletzte Wurfchance verstreichen.
Von der Stuttgarter Kontrolle zur Hamburger Aufholjagd
Der Beginn gehörte den Gästen. Mohamed Amine Darmoul eröffnete früh, und über eine aggressive, hoch stehende Deckung nahm der TVB den Hamburgern immer wieder das Timing. Bis in die Mitte der ersten Hälfte blieb die Partie ein Abwehrkampf auf Augenhöhe, bei dem nach knapp 18 Minuten ein 5:5 auf der Anzeige stand. Robin Paulsen Haug hielt den HCH mit mehreren Paraden im Spiel, während sich Stuttgart über Kai Häfners sichere Siebenmeter kleine Vorteile erarbeitete und zur Pause 14:12 vorn lag.
Halbzeit-Interviewgast Max Häfner benannte die Grundlage des Gästevorsprungs klar: "Die Abwehrarbeit ist sehr, sehr gut, wir stehen sehr aggressiv, sehr kompakt, blocken auch gut und haben da den ein oder anderen Ball gewonnen. Das tut uns ganz gut, weil wir uns vorne ein bisschen schwer tun."
Nach dem Seitenwechsel drückte Hamburg sofort aufs Tempo. Der HCH arbeitete sich Tor um Tor heran, ehe Frederik Bo Andersen per Siebenmeter zum 24:24 ausglich. Beim 26:25 durch Nicolaj Jørgensen und dem anschließenden 27:25 kippte die Stimmung in der Halle endgültig, Stuttgart nahm die Auszeit. Getragen von einem starken Oliver Norlyk und dem treffsicheren Jørgensen setzte sich der Gastgeber bis auf 34:32 ab.
Doch der TVB antwortete. Darmoul verkürzte auf 34:33, ehe Kasper Thorsen Lien 75 Sekunden vor Schluss zum 34:34 traf. Hamburgs letzter Angriff wurde wegen zu vieler Pässe bei Zeitspiel abgepfiffen, Stuttgarts finale Aktion verpuffte ohne Abschluss.
Lien ordnete die Schlusssekunden selbstkritisch ein: "Ich fühle, dass der Abwehrspieler ziemlich schnell auf mich kommt, und meine Intuition sagt, dass es keine gute Chance ist, aber ich hätte gehen und einen Schuss machen sollen."
Für Jørgensen überwog trotz des verpassten Sieges der positive Eindruck: "Das war echt Feuer heute. Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung, das war viel besser als am Sonntag in Balingen. Zugleich hadere ich mit dem Abschluss: Wir waren nicht klar genug, und das war ärgerlich."
In der Tabelle ist der TVB Stuttgart mit 3:1 Zählern aktuell Zweiter hinter Flensburg. Die Gastgeber stehen mit einem Punkt auf der Habenseite auf Platz 13 (vorläufiger Stand nach dem 2. Spieltag).
Weiter geht es für beide Teams zeitnah: Der HCH gastiert bereits am Samstag beim TSV Hannover-Burgdorf, Stuttgart empfängt am Sonntag die Füchse Berlin.
Die Statistiken zum Spiel
Handball Club Hamburg - TVB Stuttgart 34:34 (12:14)
Handball Club Hamburg: Haug (6 Paraden), Nowottny; Jørgensen 10/1, Norlyk 7, Andersen 4/2, Sauter 3, Beyer 3/1, Kofler 3, Gadza 2, Hovde 1, Axmann 1, Goran, Daling, Unbehaun, Geenen, Schmidt, Olafsson
TVB Stuttgart: El-Tayar (5 Paraden), Kornecki; Darmoul 8, Häfner 8/4, Mengon 5, Lien 5, Zieker 4, Matzken 3, Häfner 1, Suchanek, Röthlisberger, Meyer, Ahouansou, Heydecke, Donker, Schmid, Nigg
Topspieler: Oliver Norlyk (HPI 90) / Kai Häfner (HPI 83)
Zeitstrafen: 5 / 2
Handball Club Hamburg: Haug (6 Paraden), Nowottny; Jørgensen 10/1, Norlyk 7, Andersen 4/2, Sauter 3, Beyer 3/1, Kofler 3, Gadza 2, Hovde 1, Axmann 1, Goran, Daling, Unbehaun, Geenen, Schmidt, Olafsson
TVB Stuttgart: El-Tayar (5 Paraden), Kornecki; Darmoul 8, Häfner 8/4, Mengon 5, Lien 5, Zieker 4, Matzken 3, Häfner 1, Suchanek, Röthlisberger, Meyer, Ahouansou, Heydecke, Donker, Schmid, Nigg
Topspieler: Oliver Norlyk (HPI 90) / Kai Häfner (HPI 83)
Zeitstrafen: 5 / 2
Alle Partien der Opel HBL und 2. HBL werden live von Dyn übertragen.
Dieser Artikel wurde mit Hilfe automatischer Texterstellung generiert. Haben Sie Fehler entdeckt oder möchten uns Feedback geben? Dann schreiben Sie uns gerne!










