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Weber gleicht mit dem Schlusspfiff aus: Hannover klaut Erlangen in letzter Sekunde einen Punkt

Mittwoch, 2. September 2026

HC Erlangen vs. TSV Hannover-Burgdorf - Game Highlights

Foto: Zink

Ein Handballkrimi mit offenem Ausgang bis zur letzten Sekunde: Der HC Erlangen und die TSV Hannover-Burgdorf trennten sich beim Heimauftakt der Franken 28:28. Erst der Treffer von Daniel Weber mit dem Schlusspfiff sicherte den Gästen einen Punkt, während sich Erlangen für eine engagierte Leistung mit dem ersten Zähler der Saison begnügen musste.

Es war ein Spiel, das keinen Sieger verdient hatte und doch zwei Mannschaften mit gemischten Gefühlen zurückließ. Erlangen ging mit der Auftaktniederlage im Gepäck in die Partie und lieferte über 60 Minuten einen offenen Schlagabtausch, in dem sich beide Teams nie entscheidend absetzen konnten.
Der zentrale Faktor auf Erlanger Seite war eine starke Torhüterleistung und die Effizienz vom Siebenmeterstrich. Rubens Pierre parierte elf Würfe und hielt die Franken in den engen Phasen im Spiel. Im Rückraum übernahm Frieder Bandlow Verantwortung: Acht Treffer, darunter vier sichere Strafwürfe, machten ihn zum besten Werfer der Partie. Ergänzt wurde das durch die breite Torverteilung, mit Sander Andreassen Øverjordet (6 Tore) und Marek Nissen (5) als weiteren Stützen. Insgesamt ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem Auftaktspiel in Göppingen.
Bei den Gästen ragte vor allem Simon Gade heraus. Der Däne kam auf 16 Paraden und hielt seine Mannschaft in der Schlussphase im Rennen, als er Wurf um Wurf entschärfte. Im Angriff war Justus Fischer der verlässlichste Abschluss: Der Kreisläufer traf sechsmal bei sechs Versuchen. Dass am Ende dennoch nur ein Punkt heraussprang, lag an vergebenen freien Chancen und einer glatten Roten Karte gegen Lukas Stutzke in der 41. Minute, die Hannover besonders in der Defensive schwächte.
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Ein Spiel auf Messers Schneide bis zur Sirene

Erlangen erwischte den besseren Start und setzte früh auf sein angekündigtes Tempospiel. Beim 12:10 hatte der HCE erstmals etwas Luft, was Juan Carlos Pastor zur ersten Auszeit zwang. Doch Hannover fand zurück und ging mit einer knappen 16:15-Pausenführung aus einer intensiven ersten Halbzeit.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein ständiges Hin und Her, in dem keine Mannschaft mehr als zwei Tore Vorsprung herausspielen konnte. Ein möglicher Wendepunkt war die Rote Karte gegen Stutzke nach Videobeweis. Erlangen nutzte die Überzahlphase zum 24:22, doch Hannover kämpfte sich zurück und drehte die Partie in der Schlussphase sogar zur eigenen Führung.
In den letzten Minuten wurde es zum Nervenspiel. Erlangen zeigte Moral, ging durch Maciej Gebala und Marek Nissen erneut in Führung und lag beim 28:26 vorn. Hannover stellte auf sieben Feldspieler um und drückte auf den Ausgleich. Weber, im ersten Durchgang noch ohne Treffer, machte mit dem letzten Angriff das 28:28 perfekt.
Bei den Gästen überwog trotzdem die Enttäuschung über den verpassten Auswärtssieg. Renars Uscins ordnete das Remis nüchtern ein: "Ich glaube für uns definitiv ein verlorener Punkt."
Auf Erlanger Seite war vor allem Zufriedenheit über die gezeigte Leistung vorhanden. Bandlow sagte: "Am Ende des Tages bin ich wahnsinnig stolz auf die Mannschaft, dass wir einen Punkt holen."
Tabellarisch hat das Unentschieden unterschiedliche Wirkung: Die TSV Hannover-Burgdorf ist mit nun 3:1 Punkten vorläufig Dritter, Erlangen ist mit 1:3 Punkten aktuell Zwölfter.
Weiter geht es für beide Teams am Samstag, 5. September 2026, um 19:00 Uhr: Erlangen muss zur SG Flensburg-Handewitt reisen, Hannover empfängt den Handball Club Hamburg.

Die Statistiken zum Spiel

HC Erlangen - TSV Hannover-Burgdorf 28:28 (16:15)

HC Erlangen: Pierre (11 Paraden), Herceg, Ghedbane; Bandlow 8/4, Øverjordet 6, Nissen 5, Gebala 3, Steinert 2, Bialowas 1, Lochman 1, Scheerer 1, Bialowas, Bissel, Rienecker, Buck, Hankel, Firnhaber, Senft

TSV Hannover-Burgdorf: Gade (16 Paraden), Birlehm; Fischer 6, Pedersen 5/2, Uscins 4, Tissier 3, Edvardsson 3, Weber 3, Heymann 2, Michalczik 1, Fielitz 1, Poulsen, Zechel, Aziz, Stutzke, Rodriguez, Gómez, Felixson, Hölscher

Topspieler: Maciej Gebala (HPI 76) / Justus Fischer (HPI 96)
Zeitstrafen: 1 / 2

Alle Partien der Opel HBL und 2. HBL werden live von Dyn übertragen.

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