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Wolff und Makuc sorgen für perfekten Heimauftakt: Kiel gewinnt gegen Lemgo

Donnerstag, 27. August 2026

Foto: Klahn

Zum Saisonauftakt in der ausverkauften MERKUR OSTSEEHALLE gab der THW Kiel die Antwort auf eine enttäuschende Vorsaison: 35:27 gegen den TBV Lemgo Lippe. Getragen wurde der Erfolg von einem überragenden Andreas Wolff im Tor und einem Domen Makuc, der das Spiel in der zweiten Hälfte an sich riss. Es war ein Spiel in zwei Gesichtern. Die erste Halbzeit blieb lange offen, umkämpft und phasenweise ausgeglichen – zur Pause führte der THW nur knapp mit 17:15. Erst nach dem Seitenwechsel entschied Kiel die Partie über eine Kombination aus stabiler Abwehr, einem heißen Torhüter und der zunehmenden Spielkontrolle des slowenischen Neuzugangs.

Andreas Wolff war der prägende Faktor. 15 Paraden, darunter ein gehaltener Siebenmeter, brachten ihn auf einen HPI-Wert von 91 – Bestwert des Spiels. Seine Serie zu Beginn der zweiten Hälfte legte den Grundstein für den entscheidenden Lauf. Vorne dirigierte Makuc mit sechs Toren und präzisen Anspielen das Kieler Tempospiel, während Lukas Zerbe mit sieben Treffern – davon fünf sichere Siebenmeter – konstant blieb.
Beim TBV ragte Joël Willecke heraus. Der Kreisläufer nutzte die offensiv interpretierte Kieler Abwehr in Durchgang eins immer wieder aus und kam am Ende auf acht Tore (HPI 85). Doch als Kiel defensiv nachjustierte und Wolff seine Fangquote steigerte, fehlten den Gästen die Mittel, um dagegenzuhalten.

Ein zäher Beginn und der Bruch nach der Pause

Kiel erwischte den besseren Start, zog über Eric Johansson und Rune Dahmke auf 7:3 davon. Doch Lemgo blieb ruhig: Über Willecke und das eingespielte Rückraumspiel arbeiteten sich die Gäste heran und glichen beim 9:9 wieder aus. Die Partie wogte hin und her, ehe Kiel bis zur Pause einen kleinen Vorsprung von 17:15 behauptete.
Der eigentliche Wendepunkt lag in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit. Über sechs Minuten fiel kein Feldtor, beide Abwehrreihen standen. In dieser torlosen Phase behielt Kiel die Nerven – und als sich das Spiel wieder öffnete, folgte der entscheidende Lauf. Getragen von Wolffs Paraden und Makuc, der als Regisseur kluge Entscheidungen traf und selbst Tore erzielte, setzte sich der THW auf sechs, sieben Tore ab und ließ diesen Abstand nicht mehr her.
Harald Reinkind traf aus dem rechten Rückraum, Lukas Laube ordnete die Abwehr, und der 19-jährige Rasmus Ankermann behauptete sich im Innenblock. Lemgos Trainer Florian Kehrmann fand nach dem Spiel klare Worte für den Unterschied.
"Insgesamt haben wir wieder eine leidenschaftliche Leistung gebracht. Wir hatten am Anfang ein bisschen Probleme, haben Kiel so die Vorlage gegeben, haben uns dann ins Spiel zurückgekämpft, mussten aber sehr, sehr viel investieren", sagte Kehrmann. Und weiter: "Kiel hat dann halt auch wirklich nochmal einen sehr, sehr breiten Kader mit sehr viel Qualität hinten. Das hat in der zweiten Halbzeit den Ausschlag gegeben."
Für Julian Köster, der nach 18 Minuten seinen ersten Pflichtspieltreffer im Kieler Trikot erzielte, war es ein gelungener Einstand. "Volle Halle, erstes Spiel endlich in dieser Saison und dann direkt zwei Punkte", sagte der Neuzugang, mahnte aber zugleich: "Natürlich sind da noch viele Dinge, die wir verbessern können, verbessern müssen. Aber ich glaube, wir sind bis jetzt auf einem wirklich guten Weg."
Mit dem Auftaktsieg übernimmt der THW Kiel am ersten Spieltag mit 2:0 Punkten vorläufig die Tabellenführung – Zahlen mit begrenzter Aussagekraft nach nur einer Partie. Weiter geht es für beide Teams am Donnerstag, 3. September 2026: Kiel gastiert bei der SG BBM Bietigheim, Lemgo empfängt zeitgleich die HSG Wetzlar.
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Die Statistiken zum Spiel

THW Kiel - TBV Lemgo Lippe 35:27 (17:15)

THW Kiel: Wolff (15 Paraden), Vargas; Zerbe 7/5, Makuc 6, Johansson 4, Dahmke 4, Skipagøtu 4, Köster 3, Nacinovic 3, Reinkind 2, Szilágyi 1, Ankermann, Andersson, Laube, Faust, Madsen, Duvnjak

TBV Lemgo Lippe: Möstl (7 Paraden), Ebner (2 Paraden); Willecke 8/1, Suton 4, Zehnder 4/1, Valkovskis 3, Wanner 3, Versteijnen 1, O'Sullivan 1, Hutecek 1, Wagner 1, Nyfjäll 1, Theilinger, Bilanzola, Batzer, Stypinski, Risch

Topspieler: Andreas Wolff (HPI 91) / Joël Willecke (HPI 85)

Alle Partien der Opel HBL und 2. HBL werden live von Dyn übertragen.

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