Rexel Super Cup
Nach 25 Jahren wieder auf dem Podest: SC Magdeburg gewinnt souverän den Rexel Super Cup

Foto: Klahn
Ein Vierteljahrhundert musste der SC Magdeburg auf diesen Moment warten, am Samstagabend im mit 10.199 Fans ausverkauften SAP Garden in München war es dann so weit: zum dritten Mal nach 1996 und 2001 gewann der SCM den Super Cup. Der Meister der Opel Handball-Bundesliga ließ dem DHB-Pokalsieger Füchse Berlin in der 33. Auflage des Wettbewerbs beim 38:31 (20:15) keine Chance und stand völlig verdient auf dem Siegerpodest des Rexel Super Cup. Es war das zweitdeutlichste Super-Cup-Resultat nach dem 41:31 des THW Kiel gegen Kronau-Östringen 2007, gleichauf mit dem 35:28 des HSV Hamburg gegen Kiel in 2009.
Für Trainer Bennet Wiegert war dies ein besonderer Moment – denn es war der einzige Titel, der ihm als SCM-Coach noch fehlte - nach Deutscher Meisterschaft, DHB-Pokal, Champions League, European League und Vereinsweltmeisterschaft. Ganz neu ist ihm die Trophäe allerdings nicht: 2001 stand Wiegert beim letzten Super-Cup-Erfolg der Magdeburger (28:25 gegen Bad Schwartau) als Spieler auf dem Feld.
Dagegen verpassten die Füchse den Titel-Hattrick, nachdem sie den ersten Titel der Saison 2024 (gegen den SC Magdeburg) und 2025 (gegen den THW Kiel) gewonnen hatten. Berlins Welthandballer Mathias Gidsel egalisierte derweil einen Rekord: mit zehn Treffern zog er gleich mit seinen früheren Berliner Teamkameraden Jerry Tollbring, dessen zehn Treffer gegen Magdeburg im Jahr 2024 der Torrekord im Super Cup sind. Gisli Kristjansson war mit neun Toren bester SCM-Werfer, als DKB Spieler des Spiels wurde sein Mannschaftskamerad Albin Lagergren ausgezeichnet, der achtmal traf.
Dank drei frühen Paraden von Matej Mandić setzte sich der SCM schnell auf 4:1 ab, baute den Vorsprung nach 15 Minuten auf 10:5 aus – und hatte die Partie komplett im Griff. Den Berlinern fiel in dieser Phase im Angriff zu wenig ein, Welthandballer Mathias Gidsel war quasi Alleinunterhalter bei den Füchsen. Aber auch der HBF-Torschützenkönig der vergangenen Saison konnte nicht verhindern, dass sich der Meister auf 17:10 absetzte.
Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit, in der beide Teams bereits reichlich durchwechselten, kamen die Füchse wieder etwas näher heran. Eine starke erste Hälfte beim SCM spielten Rechtsaußen Daniel Petterson (vier Treffer) und Gisli Kristjansson, der mit fünf Toren auch bester Werfer der Magdeburger war, die mit einer 20:15-Führung in die Kabine gingen. Bei den Füchsen sorgte das Trio Gidsel (7), Matthes Langhoff (4) und Hakun West av Teigum (3) für 14 der 15 Treffer vor der Pause, in der Robert Schulze und Tobias Tönnies als HBF-Schiedsrichter der Saison 2025/26 ausgezeichnet wurden.
Die Magdeburger machten nach dem Seitenwechsel dort weiter, wie sie in Hälfte eins aufgehört hatten: dank drei schnellen Treffern von Albin Lagergren wuchs der Vorsprung wieder an. Daran hatte auch Dominik Kuzmanović seinen Anteil, der für seinen kroatischen Landsmann Mandić zwischen die Pfosten gekommen war. Beim 20:27 (38.) nahm Füchse-Trainer Nicolej Krickau seine frühe Auszeit, doch die abwehrstarken Magdeburger ließen sich nicht aufhalten, setzten sich auf 29:21 ab.
Auch wenn der Rexel Super Cup Mitte der zweiten Hälfte entschieden war, gaben sich die Füchse nicht auf, verkürzten auf 28:33. In dieser Phase setzte vor allem der Norweger Tobias Grøndahl einige Akzente. Aber selbst die Rote Karte für Magdeburgs Abwehrspezialisten Oscar Bergendahl nach drei Zeitstrafen (54. Spielminute) änderte nichts mehr am souveränen und deutlichen Sieg des SCM.










